Sonntag, 14. August 2011

Berliner AK vs. Hallescher FC 0-1

Regionalliga Nord
Poststadion
Zuschauer: 857 (250 Gäste)

Was ein Traumwochenende, zweimal an einem Wochenende in die Hauptstadt fahren, dort zwei Kicks schauen und wieder zwei Tribünen weniger zu machen. Wenn denn alles klappt. Das erste Spiel war ja gestern bereits erfolgreich gestaltet worden, musste heute also das Poststadion mit einem Besuch dran glauben, und der Glaube war auch bei mir groß genug, dass es heute klappt. So wurde die spätere Verspätung gen Berlin gewählt, mit dem Regio erstmal nach Fulda, dort in den ICE eingestiegen und alles wird gut. Die letzten Tage sind die Züge wieder allesamt pünktlich, warum geht das nicht immer so? Naja, wie auch immer, Berlin war überraschend schnell erreicht, lag vielleicht auch an der gefundenen BamS, die erstmal komplett gelesen wurde. Tolle Zeitung. Es war nun bereits halb eins, der Polizeitrupp kam uns entgegen, aber nicht wegen uns, sondern wohl wegen den ankommenden Hallensern. Ankunft anschauen oder schon mal Richtung Stadion laufen, das war die Frage. Wir entschieden uns für letzteres, wobei es aber sicherlich spannend war, wenn nicht sogar was passiert ist. Dazu später aber mehr. Per Pedes ging es zum Stadion, ist ja nicht weit, maximal 15 Minuten im gemütlichen Tempo. Nun stehen wir also vor der Haupttribüne, alles sehr überschaubar. Dann geht Can zur Kasse, möchte eine Stehplatzkarte erwerben und die Kassierin holt eine Kinokartenkassenrolle hervor. Ääääh, Hallo??? Nein, scheinend noch Überreste aus der Oberliga zu sein, denn frischgedruckte mit Spielpaarung liegen dann daneben bereit, für 8 Euro wechselt die Karte den Besitzer. Überraschend locker alles am Eingang, Rucksack wurde zwar kontrolliert, aber alles human, selbst die leere Pfandflasche aus Weichplastik durfte mit in das Innere genommen werden. Nur Glas sei nicht erlaubt, aber habe ich ja eh nicht dabei.
Das Poststadion wurde zum größten Teil die letzten Jahre renoviert und zu alten Zeiten wieder hergestellt. Musste wohl aber auch so sein, denn sonst könnte man hier überhaupt nicht mehr spielen. Auf der schicken Tribüne sind immerhin 3 Reihen Sitze vorhanden, wobei der obere Teil immer noch komplett abgebaut und somit gesperrt ist. Auf der Gegengerade befinden sich unüberdachte Sitzplätze, wo sich die Gäste heute breit machen durften, dazu sind noch in der Kurve jeweils zwei Stehplatzblöcke, die aber heute größtenteils leer blieben. In der anderen Kurve wurde dagegen gar nix mehr gemacht, man lässt das Unkraut einfach so sprießen, immerhin kann man noch den einen oder anderen Wellenbrecher erkennen. Wenigstens bisschen kann man das Unkraut doch entfernen, aber gut, wer nicht will, der hat schon, oder so ähnlich.
Enttäuschend war dann die Zahl der Stadiongänger mit gerade einmal 857 Zuschauern. Ich hatte dann doch sicherlich mit einer vierstelligen Zahl gerechnet, aber das reiht sich ja gnadenlos Türkiyemspor Berlin von letzter Saison ein. Und viele Hallenser sind auch nicht unbedingt mitgekommen für das erste Auswärtsspiel der Saison. Vielleicht 250 waren es im Gästesektor. Und stimmungsmäßig? Auf Heimseite natürlich gar nix, und auch im Gästeblock kamen nur vereinzelte Anfeuerungsrufe. Ultras? Waren zwar zugegen, aber supporteten nicht. Es scheint was auf dem Weg vom Bahnhof zum Stadion vorgefallen zu sein, was genau kann ich nicht sagen, müsste man einfach mal einen Blick auf ultras.ws wagen. Zumindest ging man dann geschlossen zu den Sitzplätzen und ließ in der ersten Halbzeit lediglich ein „ACAB“ vom Stapel. Derweil führten aber die Mannen in Rot bereits mit 0-1, aber das interessiert ja meist nicht so. In der zweiten Halbzeit wurde dann eine kleine Choreo auf Gästeseite präsentiert, ein Segelschiff, mit paar Männeken an Bord, der eine ruft, Ziel gesichtet, volle Kraft voraus. Dazu war der restliche Teil mit blauen Mülltüten als Wasser abgedeckt, dank Werbebande kam das Gesamtbild nicht ganz so rüber. Naja. Der Support wurde dann zumindest in Durchgang Zwei aufgenommen und auch ganz gut durchgezogen. Ordentliche Lautstärke gehabt, abwechslungsreich, dazu einige Male was gegen die Polizei gesungen. Nun ja, war in Ordnung der Auftritt, geht aber sicherlich besser. Auch auf dem Rasen wurde es in der zweiten Halbzeit besser, war der erste Durchgang doch sehr bedenklich. So ergaben sich nun Chancen auf beiden Seiten, die aber allesamt nicht genutzt wurden, ein Remis wäre sicherlich gerecht gewesen, wobei auch der Sieg für Halle so in Ordnung geht.
Mit dem Schlusspfiff noch paar Fotos im Ground gemacht und dann sollte es auch schon wieder gemütlich zurück zum Hauptbahnhof gehen. War auch schnell erledigt, jetzt noch was für die Rückfahrt an Getränke besorgen, beim goldenen M was warmes mitnehmen und schon war man auf dem Weg zum Bahnsteig. Wurde jetzt aber auch Zeit, sind es nur noch zehn Minuten. Schön, dass die Hallenser am Nachbargleis abfahren, war der Bahnsteig nun mit Polizei belagert, machte aber nix, wir fahren ja ICE. Dieser rollt ein, zwei Türen, der eine bekommt die Tür nicht auf, der andere schon, also rein, durchgesprintet und zwei Plätze im 6er gesichert. Dazu kamen dann noch zwei Asiaten, gut stört nicht weiter. Die Klimaanlage auf warm stehend, fahren wir erstmal weiter, in Spandau steigt noch eine weitere in das Abteil ein. Soweit so gut. Nun kommen die Asiaten aber nicht mit unserem Wetter klar, denn obwohl es total warm im Abteil ist, frieren beide und decken sich mit einer Jacke zu. „Da ist das asiatische Mädchen so angezogen, dass fast die Lappen rausfallen und dann frieren die“, war die Meinung des Kollegen. Kurz vor Hildesheim verließen uns dann alle drei, warum auch immer. Soll uns aber nicht stören, hat der Kollege wenigstens Platz zum Liegen. Im weiteren Verlauf der Fahrt sollte dann noch bisschen Verspätung eingefahren werden, aus „verminderter Antriebsfähigkeit“, wie es seitens des Zugbegleiters genannt wurde. Auch noch nicht gehört. Die letzten Kilometer bis Fulda wurden dann aber auch noch geschafft, jetzt nur noch den Regionalexpress besteigen, vorher aber noch einen guten Kaffee aus der Spielothek. Und dann ist der heutige Tag auch schon wieder gelaufen. Zeit für die Couch um die Planung für die nächsten Tage aufnehmen.

Samstag, 13. August 2011

Tennis Borussia Berlin vs. BFC Preussen 6-2

Berlin-Liga
Mommsenstadion
Zuschauer: 361

Nachdem der gestrige Tag mal wieder alles andere als positiv verlief und von mir alles in Frage gestellt wurde, ob das alles überhaupt noch keinen Sinn macht, machte ich mich noch nach der Rückkehr aus Hamburg in der Nacht an die Planung für den nächsten Tag. Aber gut, wann auch sonst, wenn man morgens gleich wieder los will. Mit Can sollte es eigentlich nach Berlin gehen, er macht aber was anderes, nun für mich die Frage, ob ich dann alleine nach Berlin fahre oder mich ihm anschließe. Die frühe Abfahrtszeit streckte mich allerdings zurück, also nach Alternativen suchen, blieben zum Schluss noch Passau und TeBe Berlin. Beides gute Grounds, Fahrzeit etwa die gleiche, nur für Passau hätte man früher losgemusst. Am Ende entschied dann das Wetter, wohin es geht, sollte in Berlin die Sonne scheinen während in Passau Regen angesagt war. So quälte ich mich dann am Morgen aus dem Bett, fertig machen und dann mit dem Auto nach Hanau, von dort sollte die DIrektverbindung nach Berlin angesteuert werden. ICE war pünktlich, dafür aber gut voll, also erstmal Platz im Gang gefunden. Mit einem aus der Niederlausitz ins Gespräch gekommen, war aber nix wichtiges, darum keine Information darüber. In Kassel dann einen Sitzplatz gefunden, optimal und wenig später bekam ich dann auch schon einen Sitznachbarn. Nun ja, diese Dame war leicht komisch, bisschen jüngeren Alters, aber schien das erste Mal Zug zu fahren. Ich konnte ihr einigermaßen helfen, dennoch wurde nochmal der Zugbegleiter aufgesucht, ja von mir aus, mach nur. Sie kam dann zurück, aber erfreulich klang es nicht unbedingt, musste sie in Braunschweig umsteigen und der Anschlusszug fährt auf dem gleichen Gleis, auf dem wir einfahren. Sie brach dann in Jubel aus, als die Durchsage kam, unser Zug hätte nicht mehr soviel Verspätung und wir kommen definitiv vor dem anderen Zug in den Bahnhof. Meine Güte. Weiter ging es dann für mich, in Wolfsburg fast der halbe Zug mit Bayern-Kunden ausgestiegen, war dann schön leer, so dass man sich einen 2er gönnte und erstmal die Augen verschloss. Wenig später war ich dann auch schon in Berlin am Hauptbahnhof, erstmal raus, die Sonne genießen. Boah, ist das genial, einfach nur Sonne tanken, da kommt der Fußball fast in Vergessenheit. Aber nein, natürlich nicht. Essensauswahl wurde Asiatisch gelegt, war aber nicht so gut, runter damit und dann per S-Bahn zur Station Messe Süd gefahren. Hier noch paar Minuten laufen und man ist bereits am Mommsenstadion. Aber nun begann wieder ein leichter Schockzustand. Blick auf die Tribüne - leer, Musik oder Durchsagen - Negativ. Die werden doch nicht etwa auf dem Nebenplatz kicken? Nein, wird nicht, wird glücklicherweise im Stadion gespielt, was ich feststellte, als ich um die Ecke bog. Puuh, sehr beruhigend, zweimal so ein Dreck muss ja nicht unbedingt sein. Am Eingang harte 7 Euro bezahlt, dafür aber eine gute Karte bekommen und dann ging es rein in das Vergnügen.
Das Stadion wird ja wohl jedem schon bekannt sein, aber man kann ja trotzdem nochmal paar Wörter darüber verlieren. Zunächst mal negativ anzusehen ist die Laufbahn, stört mich jetzt aber nicht weiter, dafür überwiegen die positiven Dinge. Überdachte Tribüne über die komplette Längsseite findet man hier vor, echt recht nett das Teil. Darüber hinaus zig Stufen um den kompletten Ground herum und das ganze dann mit Zaun versehen. Verständlich, wurde hier früher mal höherklassig gekickt. Und sogar die Anzeigetafel funktioniert hier noch und ist aktiv. Sehr schön. Lediglich die Cateringpreise von 0.4l Bier für 2.50 Euro sind gleich überteuert, aber stört mich nicht weiter, muss ja nix im Stadion trinken.
Einige Fans sind hier sogar noch aktiv bei TeBe, bzw. es sammelten sich einige Fans zusammen auf der Gegengerade und es wurde fast die komplette Zeit durchgesungen. Mal mehr, mal weniger. War aber wirklich gut. Kein Ultra-Gehampel mit Megafon und Capo, einfach aus dem Bauch hinaus oder vom Gefühl was gesungen, zum Teil recht schief, aber macht nix, kam dafür dann doch ganz lustig rüber. Und die Fans von TeBe hatten auch einiges zu bejubeln. Zunächst musste zwar der Rückstand hingenommen werden, dann aber drehte TeBe das Spiel, um dann zur Halbzeit mit einem 2-2 in die Halbzeit zu gehen. Das doch wirklich jemand auf der Tribüne davon sprach, sie sollten lieber auf dem kleineren Kunstrasenplatz spielen, da hätten sie mehr Erfolg, ließ in mir leichte Wut hochkommen. Aber zum Glück zählt die Meinung dieses Gehirnlosen nicht, so dass auch in der 2.Halbzeit weiter im Stadion gespielt wurde. Und Tennis Borussia präsentierte sich im Durchgang Zwei noch besser, konnte erneut in Führung gehen und dann mit einem Doppelschlag sogar auf 5-2 erhöhen. Währenddessen hatte zwar der Gast noch eine Großchance, wurde aber nicht verwertet und am Ende gelang per Handelfmeter dann sogar noch der 6-2 Endstand.
Nach dem Schlusspfiff dann per pedes retour zum Bahnhof, schafft man locker in 6 Minuten, S-Bahn nach Spandau bekommen und dort erstmal einkaufen gewesen. Nein, keine Shoppingtour, einfach nur was zu Trinken, dann noch in einem Fastfoodladen ein Eis gegönnt und schon konnte der ICE auch einfahren. Zug leer, wunderbar, so muss das sein, ein 2er wieder für mich, einer Studenten- oder Klassenfahrt noch beim Schwätzen zugehört und dann knapp 4 Stunden war ich dann auch schon wieder in Hanau. Nun aber ab ins Bett, fährt man morgen die gleiche Strecke gleich wieder. Warum kein Hotel genommen? Kostet Geld und man hat ja eh das Ticket...

Dienstag, 9. August 2011

RSV Göttingen 05 vs. VfV Borussia Hildesheim 0-2

Niedersachsenpokal
Jahnstadion
Zuschauer: 350

Vor zwei Jahren ging es bereits nach Göttingen, damals in den Ground in unmittelbarer Nähe vom SVG. Vorher noch bisschen Groundspotting im Jahnstadion betrieben, damals noch ein echter Non-League. Um wieder Augen offen gehalten, doch ein sinnvolles Spiel sollte es in der letzten Zeit nicht geben. Nun zwei Jahre später sieht die Sache anders aus. RSV Göttingen 05 ist in die Niedersachsenliga aufgestiegen und hat nun das Jahnstadion als Spielort gewählt. Wunderbar, besonders schön außerdem, wenn ein Pflichtspiel unter der Woche stattfindet, welches man bequem per ICE bereisen kann. So war es dann am heutigen Tage, dank Frühschicht sehr pünktlich Feierabend gemacht, in Langenselbold an den Bahnhof gefahren und wenig später war ich dann auch schon in Hanau. Hier sollte der ICE direkt Richtung Göttingen fahren, Can vorher noch getroffen und zusammen wurde der Zug bestiegen. Kleine Verzögerung gab es, nicht weiter schlimm, dafür der Zug bisschen voller, aber 2 Plätze noch in einem 6er bekommen. Micha stoß dann in Fulda zu, zu Dritt wurde die restliche Zeit verquatscht und dann war man auch schon in Göttingen. Den Weg zum Sportpark gelaufen, braucht man ja auch nur gut 20 Minuten dafür, standen wir auch schon vor den Toren. 6 Euro Eintritt heute, immerhin eine selbstgemachte Pokalkarte, ansonsten gibt es hier wohl nur Kino, wie man im Ground entdecken konnte. Das aber ohne Gewähr.
Das Stadion war uns ja bereits bekannt, dennoch schön hier endlich ein Kick zu sehen. Eine riesige, überdachte Tribüne befindet sich auf einer Längsseite, auf der anderen sind einige Stufen vorzufinden, die wohl erst in den letzten Jahren restauriert wurden. In den Kurven jeweils noch paar Stufen mit Gras bewachsen. Sehr schön, sehr schön. Top Teil!!! Wäre auch zu schade, wenn hier einfach nicht mehr gespielt werden würde.
Micha klärte uns bereits im Zug auf, dass es zumindest keine Verlängerung geben wird, sondern gleich zum Elfmeterschießen kommt. Gut, aber auch das brauchen wir heute nicht, wird sonst recht knapp mit dem Anschlusszug nach Hause. Die Sache war dann aber schnell hier gegessen. Bereits nach acht Minuten konnte der Gast aus Hildesheim in Führung gehen, im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit dominierte der Gast klar das Spiel und konnte so auch kurz vor dem Halbzeitpfiff auf 0-2 erhöhen. Göttingen hatte im Prinzip keine großartige Torchance, nur Mitte der 2.Halbzeit drückten sie ein bisschen, was bei einem Anschlusstreffer sicherlich nochmal für Hoffnung gesorgt hätt. Da man aber das Tor nicht traf, blieb die 0 vorne stehen, und am Ende bedeutete dann dies das Aus im Niedersachsenpokal.
Mit dem Schlusspfiff dann raus und auf zum Fußmarsch gen Hauptbahnhof. Dieses Mal aber nur zu zweit, Micha verweilte noch im Stadion, er nimmt einen später. Locker den Bahnhof erreicht, wobei die Schritte am Ende doch bisschen schneller wurden, sollte der Nahrungskauf in einem Fastfoodladen noch über die Bühne gehen. Wäre aber zumindest schief gegangen, wenn unser ICE pünktlich gewesen wäre, so waren es dann aber plus 10, ich konnte noch auf die zwei Burger warten, Micha traf dann auch noch mit Marc ein und alles wurde gut. Im Zug gen Fulda wurde dann noch bisschen die Zeit verquatscht, eine letzte Zigarette zusammen mit Micha am Gleis 1 in Fulda, verabschiedet und dann hätte es auch schon losgehen können. Tja, sind aber noch 2-3 Minuten, eine Tür macht faxen, Zugbegleiterin informiert, "die geht von alleine zu". Ahja, da sind wir mal gespannt. Und was habe ich mich gefreut, als der Lokführer die Durchsage machte, die Leute sollen von den Türen gehen und die Zugbegleiterin solle die Türverschlüsse prüfen. Aber ja, der Bahnkunde ist ja immer der Blöde...

Sonntag, 7. August 2011

OSV Hannover vs. Arminia Hannover 0-3

Landesliga Hannover
Oststadtstadion
Zuschauer: 540

So ging es dann per S-Bahn retour zum Hauptbahnhof, wo man sich von Can verabschiedete. Nur wo fährt die U-Bahn? Sicherlich am Haupteingang, also dorthin marschiert. War aber falsch, hier fahren nur zwei Linien, nicht meine, also wieder auf die andere Seite. Problematisch das ganze, denn es waren nur insgesamt zehn Minuten Zeit. Dann stehen dir noch teilweise Kunden im Weg, du musst einen Schritt schneller gehen, um die Lücke zu erwischen usw. Einfach nur ekelhaft. Gegen dummrumstehende Kunden. 2.30 Euro waren dann für die einfache Fahrt fällig, schon teuer. Aber gut, bezahlt man halt. An der Haltestelle "Kurze-Kamp-Straße" war Schluss für mich, und mit mir dann Asche und Marc04 ausgestiegen. Quatschend zum Ground gelaufen, wiederum 6 Euro für eine ordentliche Karte bezahlt und dann konnte man staunen.
Der Rasenplatz war komplett eingezäunt, hatte ich mir gar nicht vorgestellt. Dürfte auch wohl einer der wenigen Grounds gewesen sein, wo ich zuvor noch keine Bilder gesehen hatte, wusste ich ja, dass hier zumindest eine Tribüne stand. So war es dann auch und mir war peinlicherweise entfallen, dass es sich hier ja um eine Holztribüne handelt. Dies wurde dann bei Betreten aber wieder verinnerlicht, schön knarrt hier das Holz, fein fein, so muss das sein. Ein kleiner Teil war ja vor kurzem auf der Tribüne abgefackelt, aber der OSV ließ sich nicht lumpen, riss das Dingen nicht ab, sondern war erfinderisch und machte daraus dann einfach eine VIP Lounge mit roten Sitzen unterhalb. Sehr schön, dass beste daraus gemacht. Auf der Gegenseite befinden sich noch einige Stufen, die aber aufgrund der magischen Tribüne nicht weiter ins Gewicht fallen.
Vom Spiel braucht man nicht viel erzählen, denn es war eine einseitige Kiste. Arminia dominierte das Spielgeschehen, hatte bei einem Pfostentreffer des Gastgebers allerdings Glück. Danach gelang den Gästen aber der Führungstreffer und so ging es dann auch in die Halbzeit. Kurz nach dem Wechsel dann das 0-2, die Messe war nun gelesen, der OSV mit der ein oder anderen Chance noch, aber das nächste Tor schoss wiederum der Gast. Am Ende dann doch verdient und mehr passierte auch nicht mehr, aber war dennoch ein ordentliches Spiel, in einem ordentlichen Ground, leider nicht die erhofften 1000 Zuschauer.
Nach dem Spiel dann im gemütlichen Tempo zur Haltestelle gelaufen und die 2.30 Euro für die Rückfahrt bezahlt. Ärgerlich, fast 5 Euro verschenkt, denn kontrolliert wurde man natürlich nicht. Auf nun zum Bahnsteig, wo der Zug gen Fulda abfahren sollte, war ja klar, plus 20 Minuten. Ab zum Gelben M, aber einfach zu voll, also wieder zurück zum Bahnsteig. Und manchmal verstehe ich es nicht, steht der ICE ganz normal hier auf den Gleisen und wartet auf seine Mitfahrer. Wie gehen denn da plus 20 Minuten? Wahrscheinlich, weil der Zug in Hannover wieder aus den Zugteilen aus Bremen und Hamburg zusammengeführt wird und der Hamburger Teil noch fehlte. Aber pünktlich fuhr man dann dennoch ab und ohne besondere Vorkommnisse erreichte ich wieder Fulda. Nun nur noch auf den Regionalexpress umsteigen und dann schon ist man wieder zu Hause, wenn auch wieder einmal mit leichter Verspätung.

TSV Burgdorf vs. SG Diepholz 0-1

Landesliga Hannover
Stadion an der Sorgenser Straße
Zuschauer: 100

Heute sollte es dann nun endlich mal zum OSV Hannover gehen, praktisch, wenn das Spiel erst um 18 Uhr und man danach sogar noch heimkommt. Kann man schön was doppeln. Bisschen in der gleichen Liga geschaut, und dann anhand von Google Maps in Burgdorf was tribünenartiges entdeckt, Entfernung zum Bahnhof passt auch, genauso wie die Zugverbindung, also machen wir das. Can schloss sich dann kurzfristig mit an, allerdings nur nach Burgdorf und so ging es relativ spät, 10.56 Uhr ab Langenselbold genau genommen, los. Viel passierte zunächst nicht im Regionalexpress, dann aber machte ein junges Päarchen auf sich aufmerksam. Wild rumgeknutscht wurde und immer wieder es schön laut knutschen lassen. Da kann man ja fast neidisch werden, nicht auf den Kerl, aber auf die Gesamtsituation. Aber gut, passt jetzt zum Fußball gar nicht, also schließen wir das Thema nun hier, macht ja auch SInn, denn wir waren ja in Fulda angekommen und durften den Zug wechseln. Weiter ging es mit dem ICE Richtung Bremen/Hamburg mit Zugteilung in Hannover, also eigentlich egal, wo wir uns hinsetzen, so war es dann auch, kamen pünktlich, sicher und zufrieden an. Ging schon schnell heute irgendwie, kaum drei Stunden unterwegs und schon fast am Ziel. Jetzt noch auf die S-Bahn wechseln, paar Minuten fahren und schon waren wir in Burgdorf. Nach Orientierung gesucht und auf einem Stadtplan gefunden, aber war ja eh nicht schwer, hätten wir auch so geschafft. Langsam laufen war angesagt, um eine gute Zeit für den Rückweg zu bekommen, waren es lediglich 11 Minuten nach Spielende. Der Ground wurde in acht Minuten erreicht, sah am Eingang schon mal ganz gut aus, wobei dies aber nicht mehr der offizielle Eingang ist, dieser befindet sich paar Meter weiter links um die Ecke. Aber wenn das Tor am alten Eingang auf ist, könnte man da reingehen, was wir allerdings nicht taten.
So wurden dann erstmal 6 Euro fällig, und dann konnte auch schon der Ground näher inspiziert werden. Doch recht klein die Tribüne, waren die ersten Meinungen, aber hauptsache hier steht was. Im weiteren Verlauf konnte dann aber das Interesse doch noch gesteigert werden, besteht der obere Teil der Tribüne aus Holz. Sehr schön, da ließ es sich der Kollege nicht nehmen, paar Fotos mehr zu machen. Ansonsten befindet sich noch auf der gegenüberliegenden Seite paar Stufen, der Rest ist ebenerdig. Also wieder mal einen guten Ground gefunden und fast gemacht. Dafür muss jetzt nur noch gespielt werden.
Das wurde es auch, aber wie. Zehn vor 15 Uhr ging es bereits in die Kabinen, doch man ließ sich erstmal schön Zeit und fing dann mit 3 Minuten Verspätung an. Ja, warum auch pünktlich anfangen, der Tag ist ja sowieso gelaufen, zumindest für die meisten. Das spielerische ließ dann auch auf sich warten, bzw. war gar nicht vorhanden, sehr, sehr müder und langweiliger Kick. Den eingeholten Kommentar, dass bei dem Tempo die Spieler ja gar keine Pause machen müssten, wurde nicht eingehalten, schön zwei Minuten länger spielen lassen, ohne Grund versteht sich und dann ging es erstmal seelenruhig in die Kabinen. Jetzt wenigstens die Pause verkürzen und pünktlich wieder anfangen, aber auch das war nicht drin, nun waren es bereits 6 Minuten Verspätung, heißt für uns, das Spiel wird leider nicht komplett zu sehen sein. Schon zum zweiten Mal an diesem Wochenende, dass man sich bei dem Schiedsrichter bedanken kann. Das hat nix mit schlampiger Planung zu tun, selbst wenn das Spiel 3-4 Minuten länger geht, aber man muss das Spiel auch pünktlich anfangen und nicht wann man Lust und Laune hat. Zumindest das Spiel wurde dann ein wenig besser. Erst ein zweifelhafter Elfmeter für die Gastgeber, der verschossen wurde, wenig später dann die FÜhrung für den Gast. Bis zu unserem Verlassen 3-4 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit gab es zwar noch einige Chancen, aber es passierte zumindest nix mehr in unserer Anwesenheit, und auch während unserer Abwesenheit sollte kein weiteres Thema mehr fallen, wie dem Ergebnis später zu entnehmen war.
Für uns ging es dann im Eiltempo, eine Mischung aus Rennen und schnellen Schritten zurück zum Bahnhof, kaum angekommen und kaum Zeit zum Luft holen, kam auch schon die S-Bahn eingefahren. Da hätte man kaum später gehen dürfen. Aber zum Glück muss man sich ja bei niemanden rechtfertigen, warum und weshalb man ausnahmsweise mal früher geht, maximal bei sich selber.

Samstag, 6. August 2011

Flensburg 08 vs. FC Sylt 2-3

Schleswig-Holstein-Liga
Stadion Flensburg
Zuschauer: 250

Der ICE startete dann pünktlich in Frankfurt, ein 6er-Abteil war mir alleine, aber nicht lange, denn wie bereits geschrieben, kam dann Can in Hanau hinzu. Schön, wieder einmal zu zweit so ein großes Abteil für uns alleine, konnte man wenigstens in Ruhe den nötigen Schlaf nachholen. So war es dann auch und man kam sehr schnell voran, bis wir dann um kurz vor Zehn Hamburg erreichten. Die Suche nach einer früheren Verbindung brachte nur mäßigen Erfolg, immerhin konnte man per IC schon mal bis Neumünster vorfahren und musste sich dem Pöbel keine 2 Stunden in der Regionalbahn aussetzen. Klappte dann ganz gut und wir kamen in Neumünster an. Hier mal schauen, da mal schauen, aber im Prinzip nix spannendes zu erleben, so dass es dann auch bald auf den Bahnsteig ging und auf die Regionalbahn gen Flensburg zu warten. Die Bahn kam dann auch pünktlich, aber was für ein hässliches Ding. Nicht etwa die Form von außen, denn da sieht ja fast eh jeder Zug gleich aus, sondern von der Innenausstattung. Sitzreihen total dicht aneinandergebaut, so dass man kaum sitzen kann, alles verklebt, was aber auch an mir liegen könnte und dann noch eine ekelhafte Luft. Hoffentlich sind wir bald da, raus aus dem Dreck, da fühlt man sich ja fast wie ein Mensch 3.Klasse. In Flensburg dann erstmal orientieren, Kaffeeautomat für 50 Cent gefunden,wobei es den wohl mittlerweile überall gibt, den schönen alten Bahnhof begutachtet und dann auf zur Bushaltestelle. Der D-Pass wurde dann leider nicht akzeptiert, so dass 1.80 Euro für eine 16minütige Busfahrt zu entrichten waren. Vorteil dann, dass die Haltestelle praktisch zwei Minuten vom Ground entfernt ist und die Strecke muss man sich ja nicht unbedingt zumuten zu laufen, da ist das Geld in eine Busfahrkarte schon richtig investiert.
5 Euro waren dann an der Kasse zu entrichten, dafür kam es dann eine blaue Karte mit Vereinsnamen und Wappen. Schon ganz okay. Der Ground dann aber der Hammer. Riesige, fette Tribüne befindet sich auf der Gegengerade, das ganze von zig Stufen außenrum umgeben. Hat sich doch auf jeden Fall gelohnt, heute hierher zu kommen. Und das größte Glück, es wurde sogar auf dem Hauptplatz gespielt. Heutzutage weiß man ja nie, geht ja alles sehr schnell, zwei Tropfen Regen, eine Wolke, keine Sonne und zack, ab geht´s auf den Kunstrasenplatz nebenan.
Wir ließen uns in der Kurve nieder, genossen ab und zu mal paar Sonnenstrahlen, dazu mit mäßig kaltem Wind und hofften zumindest auf ein gutes Spiel, wobei das auf den Reisen immer nur Nebensache wird. Auf der Gegenseite hatten sich paar Punker niedergelassen, 1-2 Fahnen hingen am Geländer und hin und wieder gab es mal ein Sprechgesang, aber nix wildes. Das Spiel war dann in der ersten Halbzeit ziemlich schlecht, zwar gab es hier und da mal eine Torchance und eigentlich müsste der Gastgeber auch zur Halbzeit führen, aber wenn der Ball nicht rein geht, kann auch kein Torerfolg gefeiert werden. Dafür wurde dann aber die zweite Halbzeit umso besser und es ging gleich los mit den Torerfolgen. Kaum gespielt, kann Flensburg die Führung erzielen, im Gegenzug dann aber schon der Ausgleich. Jetzt ist hier was geboten. Einige Minuten später dann die erneute Führung und es sah für die Gastgeber ganz gut aus, den Erfolg zu halten, bis dann halt wieder der Ausgleich seitens des Gastes erzielt wurde. Nun schwamm Flensburg ganz gewaltig und es bahnte sich der Führungswechsel im Spiel an, was dann auch passierte. Der Torschütze beleidigte dann auch aufgrund seines Torerfolges erstmal seine Gegenspieler und erhielt dafür die Rote Karte. Jawoll, richtig so, Wörter wie Drecksäue, Dreckschweine o.ä. gehören ja auch einfach nicht auf den Fußballplatz. Der Gastgeber schaffte es dann nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen und so ging man am Ende dann leer aus.
Wie auch wir, hatten wir zwar einen guten Ground gemacht, aber der geplante Bus war schon fort. Danke an den Schiedsrichter, der prompt mal fünf Minuten nachspielen ließ und wir dadurch den Bus um 1-2 Minuten verpassten. Tod und Hass. Also auf den nächsten Bus warten, somit war dann die frühere Zugverbindung auch nicht mehr zu erreichen, muss man sich mit abfinden, wobei wir uns ja auch eher auf die spätere Verbindung einstellten. Aber wenn der Schiedsrichter... Wenn und Aber, ich weiß. So asselten wir dann noch bisschen am Bahnhof in Flensburg ab und dann sollte der EC ex Dänemark auch schon eintrudeln. Sollte, denn kurzfristig wurde der Fahrplan einfach mal eigenständig geändert, auf Grund von Bauarbeiten in Dänemark fährt der Zug erst um 17.23 Uhr ab. So stand es dann auch überall dran, nix von Verspätung +30 Minuten, einfach abgeändert, ohne Worte. So hieß es dann weiter auf den Zug warten und irgendwann kam die Zeit, wo auch dieser Zug endlich kam. Aber Hallo? Was ist denn bitte das? Wir fahren hier mit einem Eurocity und da kommt ein schlaubootförmiges Etwas auf 4 Rädern an. Das wäre ja mal gar nicht das Problem gewesen, der Zug bestand aus lediglich 3!!! Waggons. Also bitte, internationaler Bahnverkehr und dann nur drei Waggons, das war jetzt zuviel für uns. Natürlich kein Sitzplatz frei, irgendwo zwischen zwei Eiskanälen dann in einem warmen Gang gestanden, gegenüber der Toilette. Wichtig zu sagen, denn hier herrschte nun Hochkonjunktur, die Gänge total eng, die Leute stehen an, meine Güte, was ein Gedränge. Dann musste natürlich auch noch der Getränkeverkäufer mit seinem Wagen durch den Zug laufen, geht kaum vor und zurück, aber er drängelt sich mit dem Wagen ohne Rücksicht auf Verluste durch. Und das ganze für eingenommene 3.50 Euro? Sehr fragwürdig. Der Zug kam dann auch nicht ins Rollen, immer wieder kam dieser zum Stehen, Baustelle hier, Baustelle da, blablabla. Nun kam das ganze aber endlich ins Rollen, wurde ja auch Zeit, hatten wir mittlerweile weitere zehn Minuten herausgefahren. Wird alles noch sehr knapp in Hamburg beim Umsteigen, wobei wir ursprünglich mal 60 Minuten hatten. Irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir dann auch endlich in Hamburg an, Arbeitsteilung in Form Beschaffung von Lebensmitteln und kurze Zeit später trafen wir uns dann auch wieder am überfüllten Bahnsteig, wo unser Zug gen Fulda abfahren sollte. Tja, der Zug natürlich auch mit Verspätung eingefahren und nun hieß es kämpfen und siegen. Rein in den Zug, Sprint eingelegt, an den Kunden vorbei, ab ins 6er Abteil, Ruheabteil, Tür zu, abfahren. Dies hatte dann doch sehr gut geklappt und wir hatten wieder unsere Ruhe vor den ganzen Kaspern. Augen zu und schlafen, klappte soweit auch ganz gut, in Hannover konnte die Verspätung aufgrund eines längeren Aufenthaltes wettgemacht werden und weiter ging es Richtung Fulda, wo man wieder einmal mit Verspätung ankam und nun die Beine in die Hand genommen werden mussten, um den letzten Zug nach Langenselbold noch zu bekommen. Dies klappte dann aber doch recht gut, sogar eine Zigarette war noch drin. Ziemlich platt, mehr als nur platt, eigentlich war ich gar nicht mehr vorhanden, kam ich dann in Langenselbold an, das Auto war auch noch Heile, also ab nach Hause, unter die nötige Dusche stellen und dann ab ins Bett, Schlaf nachholen.

Freitag, 5. August 2011

SC Sperber vs. TSV Uetersen 0-1

Landesliga Hammonia
Sport Duwe Stadion
Zuschauer: 100

Schon nach bekanntgeben der Spielpläne, wurde sich damit abgefunden, auf jeden Fall das Wochenende am Freitag in Hamburg zu starten. Spielpläne wurden gecheckt und mit Norderstedt gleich was gutes gefunden, dies wurde aber dann wieder verlegt, so dass eine Neuplanung meinerseits erfolgte. Mit Erfolg, denn der SC Sperber sollte heute sein erstes Heimspiel der neuen Saison austragen. Zwei Kollegen waren vor zwei Jahren dort und empfanden es als gut, dann kann es ja nicht so schlecht dort sein und es wurde fixiert. Nun kam dann der besagte Freitag, auf Arbeit vorher alles abgeklärt, kein Thema. Erfreulicherweise dann nix los gewesen auf Arbeit, so dass man ohne Stress nach Langenselbold zum Bahnhof fahren konnte. Aber die größte Sorge lag ja noch vor einem, der Vorlauf sprich Regionalexpress nach Fuda, der mir letztes Jahr am Freitag nen guten Ground versaute (Woodytour berichtete). Das stellte heute aber mal gar kein Problem da und rechzeitig war ich in Fulda gestrandet. Noch schnell einen sehr guten Kaffee in der Spielothek geholt, danke für den Tip an Micha, konnte es kurz darauf dann Richtung Hamburg per ICE losgehen. Es war recht ruhig auf der Fahrt, darum gibt es auch nix zu berichten. Paar Minütchen später in Hamburg angekommen, war aber bei knapp 1,5 Stunden Zeit kein Thema, ich konnte mir sogar den Luxus leisten und nicht direkt an den Ground per U-Bahn zu fahren, was mich immerhin 1.70 Euro gekostet hätte, sondern per S-Bahn zur Station Rübeskamp und die restlichen Meter laufen (gut 30 Minuten im normalem Tempo). Zeitig am Ground angekommen, Hamburger Verbandskarte gegengenommen und dann erstmal gestaunt.
War wirklich recht nett hier. Überdachte Sitzreihe auf etwa 3/4 der einen Längsseite, kann man schon von einer Tribüne sprechen. Hinter dem einen Tor is nix, hinter dem anderen ein kleiner Graswall. Genauso wie auf der anderen Gegenseite, wo sich dann noch zwei kleine flache Stufen sich befinden.
Das Spiel war dann zunächst nicht unbedingt unterhaltsam. Zwar gab es hüben wie drüben paar Torchancen, mit kleinem Vorteil für Sperber, aber ein Tor sollte erstmal nicht fallen. Dafür dann zwei Spieler jeweils einer beider Mannschaften, die nach einem Kopfballduell zu Boden gingen und der Heimspieler dann sogar vom Krankenwagen abgeholt werden musste. An dieser Stelle gute Besserung. In der Halbzeit ging es dann zur gewohnten Stadionrunde, hier ein Bild, da ein Bild. Es folgte mir jemand, der mich dann auch kurze Zeit später ansprach. So wurde dann die Halbzeit mit dem Magdeburger verbabbelt und auch die komplette zweite Halbzeit. So muss das sein, das ist schön, das ist fein. Aber immerhin bekamen wir dann noch das Tor des Tages mit. Hätte sicherlich dann auch noch höher ausgehen können, aber die Gäste trafen das Tor nicht und den Gastgebern sollte der Ausgleich auch nicht mehr gelingen. So wurde sich dann nach dem Spiel vom Magdeburger verabschiedet und wieder den Fußmarsch der S-Bahn-Station auf mich genommen.Diesmal bisschen schneller, so dass es in 25 Minuten erledigt wurde, die angestrebte S-Bahn wurde aber dennoch verpasst. Sei´s drum, fährt ja alle 10 Minuten eine.
So war es dann auch, ich kam am Hauptbahnhof an und erstmal mich um die Essensfrage gemacht. Chinesisch oder FastFood? Dann doch lieber paar Nudeln, wirkte zwar auch bisschen wie FastFood, aber war ganz gut und machte gut satt. Aber gibt es ja mittlerweile auch an fast jeder größeren Station, so ein Wok-Imbiss. Brecki dann kontaktiert, wo er denn sei, wusste ich es von seinem bzw. meinem Gruß, dass er auch den gewohnten Nachtzug retour nimmt. Er komme gleich, ajo, ich warte am Gleis. Am Aufgang dann Bischof gesehen und hochgelaufen, Brecki kam dann auch dazu, ja schon gut. Unser geplanter Zug hatte dann aber erstmal 15 Minuten Verspätung, also langsam die Sache angehen. Herr Linke kam dann auch noch dazu, die Verspätung erhöhte sich zunächst auf 30, später auf 45 Minuten. Die Zeit bisschen totgequasselt, kam dann der IC. Bischof, Linke und meinerseits konnten einen Platz im 6er ergattern, für Brecki hatten wir einen reserviert. Kam dann halt blöd, als er zu uns kam und der Platz belegt war, beledigt zog er ab. Aber war ja gar nicht unsere Schuld. Wenn da so ein Männeken kommt und seine Reservierung für den Platz zeigt, was will man da machen. Vielleicht demnächst mal vorher noch die Wagennummer kontrollieren, aber wer denkt denn an sowas. Wie dem auch sei, Brecki war abgezogen, die Kollegen um Bischof und Linke erzählten noch bisschen was, ich gehörte einfach nur zu, denn kleine Fische beißen nicht, oder so ähnlich. Schlafen ging nur so teilweise, immer wieder aufgewacht, mit Schmerzen in der Schulter oder im Bein. Oje oje, fühlt sich nicht gut an, muss aber gehen, ist ja schließlich D-Pass Zeit. Ging dann auch irgendwann wieder, Köln wurde erreicht und allesamt stiegen aus. Brecki blieb allerdings in Köln um direkt wieder nach Hamburg zu fahren, die anderen beiden Kollegen und ich fuhren weiter nach Frankfurt. Hier dann von Linke verabschiedet, der weiter in den Süden fuhr, Bischof wollte einen Zug später nach Hamburg nehmen. Aja, gut, setze ich mich alleine in den ICE, macht aber nix, denn Can kommt ja gleich in Hanau dazu, weswegen ich überhaupt wieder bis Frankfurt gefahren bin...

Sonntag, 31. Juli 2011

FC Unterföhring vs. TSV Landsberg 3-4

Landesliga Süd Bayern
Sportpark Isarau
Zuschauer: 200

Gestern noch in Bayern und heute? Ajo, gleich wieder in den Süden Deutschlands, mit Ziel äußerer Rand von München. Ich musste ja zumindest irgendwas machen, was sich mit dem nächsten Arbeitstag vereinbaren lässt, wenn man früh raus muss. Also passt Unterföhring ganz gut. Mit Can ging dann die Reise los, ich per Auto nach Hanau, er per Bahn, und dann nach kurzem Weg nach Aschaffenburg mit dem ICE gen München. Praktisch wie am gestrigen Tage. Kaum zu glauben, dass ich innerhalb von knapp 24 Stunden zweimal die Strecke fahre, aber wenn sonst nix ist. Auf dem Hinweg gab es bis auf paar Störendfriede kaum Erlebnisse, so dass wir dann einen gewaltigen Zeitsprung machen. Ankunft in München pünktlich, ab zur S-Bahn. Klappte auch wunderbar und paar Stationen weiter befanden wir uns nun schon an der S-Bahnstation Unterföhring. Das hatte ja ganz gut geklappt, gute Stunde vor Anstoß dagewesen, vertreiben wir uns die Zeit halt nochmal im Vereinsheim. Für Can gab es dann erstmal ein Weißbier, für mich nix, fand der Wirt nicht schön und ich sollte 2.50 Euro bezahlen um Formel 1 zu schauen. Genau, weil ich mir den Quatsch auch anschaue. Preise allerdings hier teurer als in der Bundesliga. Kostete das Weißbier doch unverschämte 3.20 Euro. Wie dem auch sei, das Glas war leer, wir konnten zum Eingang gehen. Auf dem Feld noch der Pfarrer mit seinem Weihrauch, der die neue Tribüne einweihte und wenig später konnte es dann auch schon losgehen.
Auch wenn erst zwei Spiele gespielt sind, hier spielt heute Letzter gegen Vorletzter, hat ja eigentlich nix zu heißen, aber doch, das Spiel passte sich dem Tabellenniveau an. Nicht unbedingt berauschend, da muss dann zumindest für Can der Freisuff in Form von Hellem nachhelfen. Zumindest in der ersten Halbzeit fielen dann schon mal paar Tage, wenigstens etwas. Dann war Halbzeit, die traditionelle Runde wurde gegangen und der Kollege wollte nochmal Nachschub für die 2.Halbzeit holen. "Gibt es noch Freibier?" "Ja klar", bekam Can als Antwort. Der Wirt schaut ihn an und meint dann: "Du schon wieder! Das ganze Jahr lässt du dich nicht blicken und heute säufst du alles weg!" Genial!! Can ersparte sich aber jegliche Erklärungsversuche, nahm sein Bier entgegen und es ging zurück zur Tribüne. Von hier aus wurde dann die zweite Halbzeit verfolgt, die es in sich hatte. Nach geschätzten 65 Minuten führen die Gastgeber bereits mit 3-1, doch Landsberg gibt nicht auf und kann verkürzen. Kurz vor Toreschluss dann sogar der Ausgleich und während wir gerade die Treppen Richtung Aufgang besteigen, kann der Gast sogar noch den Siegtreffer erzielen. Eigentlich unglaublich, aber es soll ja sogar Bundesligisten geben, die einen 3-0 Vorsprung einfach mal so verspielen.
Mit Volker aus Mannheim ging es dann per pedes zurück zum Bahnhof, wurde locker erreicht und die S-Bahn folgte zugleich. In einem Supermarkt wurde sich noch kurzerhand mit Lebensmittel eingedeckt, ehe dann der Zug bestiegen wurde und es wieder Richtung Heimat ging. Tja, wenn das Ding mal fahren würde. Dauerte irgendwie seine Zeit, bis es losging, dann noch Zusatzhalt in Ingolstadt und weiter ging es nach Nürnberg. Hier stiegen dann noch weitere Kunden ein, unser 4er Tisch wurde mit zwei weiteren Menschen belegt, einfach viel zu eng so ein 4er Tisch zu viert. Dann doch lieber einen 2er für Zwei, wo keine Beine einem entgegenkommen. Nun ja, weiter ging es dann bis nach Aschaffenburg, wo dann der ICE verlassen wurde, warten auf die Regionalbahn war angesagt. Leichte Verspätung, bedeutet für Can somit, er wird die Regionalbahn ab Hanau nicht mehr erreichen. Und genau aus diesem Grund bin ich mit dem Auto gefahren. Eigentlich clever. Hanau dann auch leicht verspätet erreicht, der Zug war natürlich schon weg, also zusammen noch zum Auto gelaufen, von Can verabschiedet und während ich schon genüsslich was in mich zu Hause reinstopfte, durfte der Kollege noch in Hanau auf seinen Zug warten. Hoffen wir mal, dass dieser kam...

Samstag, 30. Juli 2011

1.FC Traunstein vs. ESV Traunstein 1-0

Bezirksliga Oberbayern Ost
Triftstadion
Zuschauer: 650

Nun war es also wieder soweit, jährlich freut sich das Murmeltier auf diesen Tag. Der Start des Deutschland-Passes, oder wie es dieses Jahr heißt: Weltmeisterinnen-Pass. In Insiderkreisen wird dieser Pass, mit dem man 30 Tage quer durch Deutschland fahren kann, auch Viertelfinalversager-Pass genannt, dass darf man aber nicht ganz so laut sagen, um nicht die ganzen Eventies zu verärgern. Wieder einmal recht motivationslos, wie auch schon am ersten Tag des letzten Jahres, sollte es heute erneut zum Start nach Bayern gehen. Und was ist schöner als das Traunsteiner Derby. Gut, ist jetzt vielleicht nicht unbedingt das Spiel der Spiele, aber das muss man halt auch machen, besonders, wenn der heutige Ground bald den Geschichtsbüchern angehört (Ground muss wohl einer Wohnsiedlung weichen). Es ging somit früh aus den Federn, das übliche am Morgen und dann mit dem Auto nach Hanau. Noch schnell einen Kaffee ziehen und ab in die Regionalbahn nach Aschaffenburg, dort ausgestiegen und wenige Minuten später fuhr auch der ICE gen München am gleichen Gleis ein. Die Fahrt war ruhig, sehr ruhig, lag vielleicht an den Stöpseln im Ohr, aber heute früh wirklich kein menschliches Generve. Sehr schön, so muss es sein. Dafür nervte aber die Klimaanlage umsomehr, denn bereits in Würzburg hatte ich Eisfüße. Ja, bei gefühlten 15 Grad Außentemperatur muss natürlich die Klimaanlage laufen. Viel passiert dann auf der Fahrt nicht, bei Musik von Frank Sinatra und diversen Popgedudel aus der Bahn-Jukebox war München bald erreicht. Can wurde erblickt, der den Weg via Fulda auf sich nahm und heute nach Ampfing fuhr, hatte einfach mal einen Zug verpasst. Also noch kurz gebabbelt und dann ging es für mich auch schon weiter mit dem Eurocity am Chiemsee vorbei Richtung Traunstein. Eine sehr ruhige Fahrt, da merkt man doch gleich wieder den Unterschied zwischen Nobel und Gesocks, zwischen ICE und Regionalbahn. In Traunstein stiegen dann etwa 50 Leute mit Gepäck aus, aber kein einzigster ausser mir wollte irgendwie zum Fußball. Schwach. So ging es dann erstmal Richtung Ground, hoffentlich wird gespielt, man weiß ja nie, bisschen Regen und schwups, pp, aber sah gut aus. Also am Eck nochmal kurz gelunzt, dann wieder zurück zur Straße, dann rechts abgebogen und die entgegenkommene Person kennste doch, war mein Gedanke. Ja klar, Fump hatte sich auch nach Traunstein verirrt. Sehr schön, war man zumindest nicht allein, wobei ja klar war, dass man nicht alleine sein wird, hatte Brecki sein Kommen auch indirekt angekündigt. So dann also noch bisschen rumgeasselt und dann ab zum Ground, Brecki sah man von der gegenüberliegenden Seite schon auf der Tribüne sitzen, wir zogen zum Eingang weiter und ließen uns dann auf der Gegengerade nieder. Klar, dass dann auch Brecki rüber kam, aber ist ja nicht schlimm.
Zunächst sah der Zuschauerzuspruch sehr mau aus, sollte sich dann aber im Laufe der Zeit dann doch bisschen füllen, geschätzte 650 Zuschauer waren es dann. Ja, ist doch eine ganz ordentlich Summe. Das Spiel wurde dann auch weitesgehend gut verlabert, das einzigste Tor des Tages bekam man aber mit. Schönes Eigentor vom Abwehrspieler des Gastes, vielleicht bald ein Mannschaftskamera von den Spielern des 1.FC? Er wird wohl nicht wechseln, nur steht ja wieder einmal eine Fusion im Raum. Wäre sehr unschön, aber wenn Groundvernichtung und Fusionierung überall nur noch an der Tagesordnung steht, kann auch der Normalsterbliche nix dagegen machen. Dafür hatten wir aber auch ab und zu immer wieder mal was zu lachen, kam ordentlich dummes Zeug bei rum. Bei der Zuschauerermittlung fragt Fump, ob man die Zuschauer auf der Terrasse des Hochhauses auch mitzählen darf/kann, nee, natürlich nicht, sind ja ausserhalb. Brecki meinte dann nur, wohl doch recht ernst gemeint, dass man denen das mal sagen müsste, dass es nicht zählt, wenn die nicht im Ground sind. In der zweiten Halbzeit passierte dann irgendwie nicht mehr viel. Zwar mit paar Torchancen, aber naja, das war dann irgendwie nix mehr. Dafür lagen dann die Spieler alle zwei Minuten verletzt auf dem Boden, was ordentlich an Zeit kostete. Aber diese hatten wir ja. Außer Fump, der wollte noch weiterziehen. Nun gut, am Ende blieb es dann auch beim 1-0, wohl verdient, aber paar mehr Tore hätten ruhig noch fallen können.
Brecki und meine Wenigkeit zogen dann erstmal in den nächsten Supermarkt und dann zurück zum Bahnhof. Ja super, jetzt hat man den Deutschland-Pass und muss trotzdem mit dem Pöbel in der Regionalbahn fahren. Aber was will man machen, wenn kein anderer Zug aktuell fährt, also Augen zu und durch. Ohren zu wäre aber sicherlich besser gewesen, wurde es zwischenzeitlich sehr, sehr laut, nicht durch uns, eher durch diverse anderen Kunden. München war erreicht, Can wartete bereits, was zum Essen gesucht und nur zum Teil gefunden und dann weitergezogen Richtung Bahngleis. Der ICE, der uns zurückbringen sollte, bestand dann aus zwei Teilen, warum aber nur ein Zugteil geöffnet wurde, bleibt mir ein Rätsel. Wie auch immer, wir hatten einen Vierer und konnten dann die Rückreise antreten. Immer wieder mal bisschen dummes Zeug gebabbelt, war ganz lustig und keineswegs langweilig, nur die Nervensägen hinter uns störten mit ihrer Lautstärke wahrlich. Da muss ich doch mal Brecki lobend erwähnen, der heute wirklich einen "ruhigen" Tage hatte, bis auf 1-2 Ausnahmen, die aber nicht zu erwähnen sind. Dann war es aber vorbei mit der Friedseligkeit, Schockzustand machte sich bei ihm breit. Was war passiert? Es folgte ein Anruf eines Kollegen, sein geplantes Spiel für morgen findet nicht auf dem Hauptplatz statt, sondern woanders. Tja, kein Ersatzspiel in der Hinterhand. Und nun die typischen Brecki-Sprüche. Ist doch alles scheisse, warum können die nicht einfach auf ihrem Platz spielen, ich sollt es einfach lassen.... Neee, immer weiter machen, ab und an hat man halt einen Rückschlag, wird schon Junge. Bald war dann auch Hanau erreicht, von Brecki verabschiedet, ging es für Can und mich hier raus, Can im Sprint, ich ganz locker, hatte ja das Auto hier stehen. Zug hatte aber Verspätung, so dass ich ihm noch paar Minuten Gesellschaft bot, und wie es der Zufall wollte, konnte auch noch Micha gesichtet werden. Auch hier nochmal paar Wörter gewechselt, ehe die Regionalbahn gen Fulda einfuhr, die Kollegen einstiegen und ich mich vom Acker machte.

Sonntag, 24. Juli 2011

TSV Gersthofen vs. SV Heimstetten 1-1

Bayernliga
Abenstein Arena
Zuschauer: 485

Leicht im Arsch erblickte ich das Licht am nächsten Tag, die ersten Gefühle machten sich in Form von Kopfschmerzen breit. War aber schnell wieder vorbei, mal das Wetter anschauen und auf dem Balkon eine rauchen. Ui, da kommt es schon wieder vom Himmel, widerlich, kann es nicht einfach mal aufhören? Und im Bad ging es dann direkt weiter mit dem Wasser von oben, diesmal allerdings gewollt, nach der Dusche war ich dann aber auch wieder fit. Frühstück war okay, und dann konnte es eigentlich schon wieder losgehen, doch just in diesem Moment, setzte ein Wolkenbruch ein, es ließ derbe herab, Can kannte nix und kämpfte sich zum Auto vor, ich wartete geschützt und stieg dann halbtrocken ein. Optimal. Unser Weg sollte uns dann erstmal Richtung München führen, wo Peer eingesammelt werden sollte, dafür musste man die A8 fahren. Irgendwie wieder total komisches Wetter, schwarze Wolken, dann wieder aufklarend, dann wieder von vorne. Und natürlich ließ der nächste Regenguss nicht lange auf sich warten. Die A8 war dann am Anfang noch ganz gut befahrbar, dann stückte es aber ziemlich. Und nun wollte auch die Technik nicht mehr. Es gäbe keine Alternativroute. Ja genau, also dem Navi gefolgt und weiter auf der Autobahn geblieben. Sinnlos, hier geht es kaum voran, Ärger machte sich im Gefährt breit, warum sind wir nicht abgefahren? Ajo, kann man jetzt nicht ändern. Die Straßenkarte wurde wieder rausgekramt und nun nach unserem Weg gefahren, die nächste Ausfahrt runter, auf die Landstraße. Hier stockte es dann zunächst auch erstmal, aber nicht aufgrund von "einfach zu voll", sondern wegen "einfach zu langsam". Meine Güte, dann bleibt halt von der Straße weg, von ihr im Schneckentempo fahrt. Diese Bremse war dann bald weg und es ging gut voran, die Ankunftszeit sah auch wieder ganz ordentlich aus, einfach nur pünktlich ankommen, war die Devise. München wurde dann erreicht, Peer eingesammelt und dann konnte es schon weiter gehen in Richtung Gersthofen. Ohne Probleme die letzten Kilometer bewältigt und vor dem Stadion dann schon den ersten Gleichgesinnten gesehen. Es sollten dann im Laufe der Zeit tatsächlich ingesamt 10 Gleichgesinnte beim Spiel anzutreffen sein. Nun gut.
Die Abenstein Arena hat eine ordentliche Tribüne auf der Gegengeraden zu bieten, wofür man aber extra zahlen muss, auch wenn es nur ein Euro ist. Hinter den Toren jeweils Stankett, dazu auf der anderen Gegengerade erhöhtes Stankett. Ja, ist schon ganz okay. Dort ließen sich dann auch alle Gleichgesinnten nieder, die einen standen im Pulk, wir dann doch eher weiter abseits. Doch jeder konnte die Sonne genießen, ob jetzt weiter links oder weiter rechts, herrlich. Ein Gefühl von Wärme, welches man gar nicht mehr so kennt, hat man die letzten Tage wirklich nur graue Wolken und Regen gesehen. So wurde es dann auch ordentlich warm, wenn die Sonne verschwand, wurde es dann aber zugleich wieder frisch. Wechselbad der Gefühle oder des Wetters. Wie auch immer.
Das Spiel konnte dann auch beginnen, und zum Teil machte man mal wieder ordentlich Quatsch am Stankett. Muss auch manchmal sein. Dann widmeten wir uns aber wieder dem Fußball und sahen, wie der Gast aus Heimstetten das Zepter in die Hand nahm und so auch verdient in Führung ging. Und wenn es normal läuft, geht es schon deutlich für den Gast in die Kabinen, so aber nur ein mäßiger 1-Tore-Vorsprung. Und wenn man dann seine Chancen nicht uns, rächt sich das meistens, so auch heute. Denn kurz vor Schluss kann der erstmaliger Bayernligist aus Gersthofen den Ausgleich erzielen, was am Ende dann den ersten Punktgewinn der Bayernliga in der Vereinsgeschichte bedeutete.
Für Can und mich ging es dann zurück zum Auto, ab nach Hause, setzte jetzt zumindest bei mir gut die Müdigkeit ein. Glücklicherweise war der Stau auf der Bundesstraße auf der Gegenfahrbahn, so dass wir weiter, immer weiter fahren konnten. Die Autobahn war nicht zu sehen, immer nur noch Bundesstraße, sollte aber auch gehen, so kamen wir dann wenigstens noch in den Genuss einer halbwegs günstigen Tankstelle und paar Minuten später wurde dann noch beim Fastfoodladen unserer Wahl gehalten. Für mich gab es dann danach kein halten mehr in Sachen Müdigkeit, gönnte ich mir einfach mal eine Ruhephase, aber mein Chauffeur brachte uns ja sicher voran. Bei Würzburg dann wieder einmal Stau auf der A3, also über Ochsenfurt gefahren und dann wenig später auf die A3, aber auch hier soll es Verkehrsbehinderungen wegen Personen auf der Fahrbahn geben. Oje, oje. War aber nicht so und dann erreichte die Stimmung wohl seinen Höhepunkt, praktisch die Komödienschau der zwei Gleichgesinnten, oder so ähnlich könnte ein Titel heißen. Inhalt aber vorerst noch geheim, aber dennoch ganz ordentlich, so dass sogar Tränen zum Vorschein kamen. Das aber nur nebenbei. Aschaffenburg war dann bald erreicht, die Heimat ist zum Greifen nah, noch schnell nach Kahl zum Auto gebracht werden. Dies hatten wir dann auch geschafft, nun ging es die letzten Meter auf getrennten Wege nach Hause, zwei gute Tage hinter uns gebracht. War doch ganz schön, so für den Anfang der Saison. So kann es ruhig die nächsten Wochen und Monate weitergehen. Gruß.

Samstag, 23. Juli 2011

SV Kirchanschöring vs. TSV Eching 1-0

Landesliga Süd Bayern
Stadion Alte Mühle
Zuschauer: 654

Zunächst ging es dann ein kleines Stück durch München, ging aber gut, später dann auf die A8. Und hier nahm das Unheil seinen Lauf. Stau! Das Navi sagte zwar immer noch eine positive Ankunftszeit voraus, wollten wir aber vorher noch in unserem Hotel vorbeischauen. Alternativroute war dann aber wunderbar, Land- bzw. Bundesstraße, nix los hier und schon waren wir wieder viel besser in der Zeit. So macht reisen Spaß. Ein Hoch auf die Technik. Hätten wir aber sicherlich dank Straßenkarte auch alleine hinbekommen. Nun ja, was solls. So fuhren wir kurz in unserem Hotel oder auch Gasthof genannt, vorbei und wenig später waren wir dann in Kirchenanschöring am Stadion angekommen. Großes Festzelt war aufgebaut, so einen Start in die Landesligasaison nach gut 35 Jahren muss ja ausgiebig gefeiert werden.
Immerhin war der Ground hier besser als noch in Pullach, wo es gar nix zu sehen gab. Ein ordentliches Heft gab es am Eingang, dazu eine Karte mit Vereinsnamen, sowie eine halbe Holztribüne auf der Gegenseite. Auf der anderen Seite dann paar Bänke, hinter einem Tor Gebüsch, hinter dem anderen noch das Vereinsheim. So macht doch der Groundbesuch Spaß. Und da wieder mal so langsam der Regen einsetzte, zog es uns auf die Tribüne, die schon gut gefüllt war.
Die anwesende Blaskapelle spielte noch, die Zuschauermassen strömen noch ins Stadion und bald war auch die Frage geklärt, was so manch andere bekannte Person heute macht. Ja, es musste ja so kommen, dass auch Brecki hier noch antischt, viel Auswahl stand an dem Samstag ja nicht an, besonders wenn man eh schon fast alles hat. 9,5 Stunden dauerte bei ihm die Anfahrt, wie man später erfuhr. Oha. Aber was nimmt man nicht alles für sein Hobby in Kauf. Das lustige kam dann aber noch. Wir ihn also schon am Eingang gesehen, er trabt so langsam Richtung Tribüne, muss uns eigentlich sehen, macht er aber nicht. Und was macht er dann? Er setzt sich vielleicht 5 Meter von uns auf die gleiche Sitzreihe, ohne uns wahrzunehmen. Das Gesicht von ihm, nach Rufen seines Namens, war schon ein Bild für die Götter. "Das gibts doch jetzt net oder!?" Ajo, klar. Siehste doch. Der Kollege kam rüber, das Spiel begann, das eine Auge auf das Spielfeld gerichtet, mit dem anderen die Kollegen angeschaut. Spiel verquatschen macht ja auch so immer mal Freude. Und ich muss jetzt hier an dieser Stelle fairerweise sagen, es war in einem leisen Ton. Doch manch ein Zuschauer fühlt sich wohl beim Fußball wie im Kino oder in der Oper, denn unser Geschwätz passte einer Dame vor uns gar nicht, so dass sie mit den Worten "Seidsa zum Fußball schauen hier oder zum Radschen?" die Aufmerksamkeit auf sich zog. Der Bayer würde sicherlich nun antworten "Halts die Guschn!", der Kollege aus Südhessen brachte es aber besser auf den Punkt "Gugg nach Vorne und gut is!" Tja, da war er dann sehr angepisst, ließ noch paar Äußerungen von sich, dann war aber gut. Wir waren ruhig, zum Wohl der Theater- oder Eventzuschauer. Das Spiel war bis dato aber nicht sonderlich gut, torlos ging es in die Halbzeit, kann ja eigentlich nur besser werden. Sollte es auch, denn es hörte ja auf zu regnen. Wir verließen die Tribüne, auf zur Stadionrunde, und dann ein Platz im Freien gesucht. Hier verquatschte man dann die zweite Halbzeit, teils lustige Diskussionen fanden wieder statt, jeder hat halt seinen Standpunkt. Aber gut, daraus ergibt sich ja eine Diskussion, wenn beide die gleichen Meinungen hätten, gäbe es ja auch keine Diskussionen. So sahen wir dann in der zweiten Halbzeit noch das Tor des Tages für den Gastgeber, uns freute es und bald darauf war hier Schluss.
Brecki wurde dann noch schnell zum Bahnhof gefahren, damit er seinen Zug noch bekommt, klappt auch, für Can und mich ging es dann nochmal in eine Pizzeria. Vorbereitung auf den restlichen Abend. Im Gasthof dann wieder angekommen, checkten wir zunächst das Zimmer, war ganz okay bei 50 Euro/Zimmer inkl. Frühstück. Wenig später ging es dann noch für einen Schoppen runter in die Stube, aber nach dem zweiten Halben war Feierabend. Nicht in der Kneipe, aber zumindest bei mir. Das ist halt der Nachteil. Zurück aufs Zimmer, TV an, doch viel bekam ich davon nicht mehr mit, es dürften keine fünf Minuten gewesen sein, da war ich im Reich der Träume. Top, wenn es mal so unter der Woche wäre...

SV Pullach vs. TSV Landsberg 3-1

Landesliga Süd Bayern
Sportplatz Gistlstraße
Zuschauer: 150

Let the ball keep rollin´. Ob es jetzt richtig geschrieben wurde oder auch nicht, tja egal, was ich damit sagen will, der Ball rollt endlich wieder um wichtige Punkte in der Liga. Den Startschuss gaben hierzu die Bayern vor, schon schön, wenn man Mitte/Ende Juli schon die ersten Spiele mitnehmen kann. So wurde sich dann kurzerhand an Cans Tourenplanung drangehängt, wobei er allerdings schon am Freitag startete und ich dann erst am Samstag per Zug nachreiste. Startschuss sollte in Pullach sein. So wurde sich dann am Samstag Morgen fertig gemacht und obwohl eigentlich die Vorfreude da war, war die Motivation gleich null. Einfach nur schlafen wäre sicherlich schöner gewesen, aber man muss ja auch seinem Hobby bisschen nachkommen, so dass dann Richtung Kahl gestartet wurde, wo ich auch paar Minuten später eintraf. Am ersten Automaten klappte dann die Ticketbesorgung nicht so ganz, hatten irgendwelche Offenbach-Kunden diesen mit diversen Aufklebern zugeklebt. Glücklicherweise wurde aber am Bahnsteig noch ein Automat gesichtet, wo dann problemlos das Ticket gezogen wurde. Bayern-Ticket Single für 21 Euro. Wer es noch nicht weiß. Eine entspannte Fahrt hatte ich mir vorgestellt, doch es kam mal wieder ganz anders. An Schlaf war nicht zu denken, war es erst nerviges Kindergeplärr, was den Schlaf vermeiden ließ, dann eine Betriebsausflugstruppe, die schon um Viertel nach Sieben mit dem Vernichten von Sekt auf sich aufmerksam machte. Dann muss ich mich halt so durchkämpfen, Umstieg in Würzburg und weiter nach Treuchtlingen. Hier war dann der Zug schon gut voll, mein Gott, was wollen die ganzen Leute so früh schon unterwegs? Wir haben noch nicht mal 9 Uhr. Dennoch ein Sitzplatz gefunden, bald darauf kam die Schnafferin, sie bestand natürlich auf den Namen auf dem Ticket und sogar auf ein gültiges Ticket meiner beiden Sitznachbarn. Diese hatten aber keines, so dass dann 40 Euro für beide fällig wurden. Sehr lustig, die ganze Prozedur mal von Nahem mitzubekommen, besonders wenn dann noch ein US-Soldat am 40 Euro Glücksspiel teilnimmt und dieser keine feste Adresse hat. Die Schaffnerin spricht kein Wort englisch, fühlt sich verarscht und holt die Polizei. Oh ja, sehr gut geregelt. Ein Polizist im Zug konnte helfen, die Sache war bald gelaufen und die beiden "Opfer" konnten an ihrer Wunschhaltestelle aussteigen. Action war somit schon mal geboten, Treuchtlingen bald erreicht. Hier dann umsteigen in den Zug nach München. Tja, ärgerlich, dass auf der Fahrt nix mehr passierte, kann ich also auch von nix mehr berichten. In München traf ich mich dann erstmal mit Peer, es zog uns erstmal in die DB Lounge zum Kaffee trinken und dann ging es mittels S-Bahn nach Pullach. Station erreicht, Sportplatz ist in unmittelbarer Nähe, Ground gefunden und betreten. Can war bereits vor Ort, auch Volker aus Mannheim konnte gesichtet werden, jetzt muss nur noch auf dem Hauptplatz gespielt werden.
Und das wurde es auch. Zwar machten sich die Spieler auf einem Trainingsplatz weiter weg warm, und mussten hierfür dann auch erstmal brav an der Bahnschranke warten, der angrenzende Kunstrasenplatz war aber zum Glück heute zum Ligaauftakt tabu. Hätte das Spiel später angepfiffen, wäre ein Ausweichen sicherlich unvermeidbar gewesen, denn es ließ ordentlich vom Himmel runter. Dies hinderte aber die Spieler nicht am Tore schießen. Pullach geht in Führung, Landsberg gleicht aus und so ging es dann auch in die Pause. Sportplatzrunde beendet, aber hinter das Tor, wo man Schutz vor dem einsetzenden Starkregen fand. Die Spieler machten aber weiter auf dem Feld, so muss das sein, keine Scheu vor bisschen Regen. Pullach konnte dann erneut die Führung erzielen und praktisch mit dem Abpfiff den 3-1 Endstand erzielen. Nun ja, viel mehr passierte dazwischen auch nicht, darum der große Zeitsprung. Sorry an diejenigen, die einen ausführlichen Spielbericht mit Ecken, Fouls und Gelbe Karten jetzt erwarten hatten.
Von Volker und Peer verabschiedet, ging es dann für Can und meine Wenigkeit zum Auto, hatten wir für heute abend noch ein zweites Spiel auf dem Plan. Dazu mussten aber noch einige Kilometer hinter uns gebracht werden. Ob das gut geht, wenn man die A8 fahren muss? Wir werden es sehen. Bleiben Sie dran und lesen Sie den nächsten Bericht.

Freitag, 8. Juli 2011

SV Stockstadt vs. SV Germania Dettingen 5-4 n.E.

Toto-Pokal Aschaffenburg
Sportanlage Stockstadt
Zuschauer: ca. 100

Warum bleibe ich nicht einfach daheim und leg mich auf die Couch? So zumindest mein Fazit nach Ende des Spiels. Ist aber relativ einfach zu beantworten. Wenn der Ball rollt, muss ich dabei sein. Das ist eine Sucht. Eine Sucht, die man schwer wieder ablegen kann. Schließlich kann ein Alkoholiker ja auch kaum ohne Alkohol oder ein Drogenabhängiger ohne Drogen. Aber fangen wir von vorne an. Nachdem am Mittwoch die neue Saison erfolgreich mit einem Pokalspiel begonnen wurde, wurde es nun also am heutigen Freitag mit einem weiteren Pokalspiel in einem anderen Bezirk fortgesetzt. Da liegt es nahe, dem SV Stockstadt einen Besuch abzustatten, liegt die Anlage ja praktisch auf dem Heimweg von der Arbeit. So also bisschen länger gearbeitet und die paar Kilometer zum Ground gefahren, angekommen, geparkt, Eintritt bezahlt und dann hätte es auch schon losgehen können.
Ging es dann auch wenig später. Aber naja, das Spiel war alles andere als gut. Und besonders wenn man alleine unterwegs ist, fallen dann solche Spiele besonders schwer ins Gewicht. Dettingen in der ersten Halbzeit zwar mit einem Lattentreffer, aber sonst gab es im ersten Durchgang kaum was zu bestaunen. Maximal die angrenzende Feier auf dem Sportplatz, wo schön der Grill belegt wurde und der Grillduft zu mir rüber zog. Vielen Dank dafür. Der Hunger wurde dadurch verstärkt, aber zu essen gab es hier nix, höchstens im anliegenden Restaurant, da wollte ich aber nicht einkehren. Ich hoffte dann auf ein besseres Spiel in der zweiten Halbzeit. Zum Teil wurde es dann auch besser, Stockstadt nun klar am Drücker, aber aussagekräftige Torchancen blieben Mangelware, wenn man mal von den Schüsschen , die auf das Tor kamen, absieht. Es riecht nicht nur nach Essen hier, sondern auch nach einem 0-0, das erste seit Ewigkeiten. Muss nicht sein. Also schreitet voran und schießt ein Tor für mich. Und das hätte auch noch beinahe geklappt, doch der überhastete Abschluss ging am Tor vorbei. Schlusspfiff, 0-0, es war passiert. Verdammt, aber gut, muss ich jetzt durch. Immerhin gab es keine Verlängerung, da hatte ich heute gar keine Lust drauf, so dass es gleich zum Elfmeterschießen kam, wo sich dann am Ende der Gastgeber durchsetzte.

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