Samstag, 22. Januar 2011

Heracles Almelo vs. AZ Alkmaar 0-0

Eredivisie
Polman Stadion
Zuschauer: 8456 (100)

Kurz nach 17 Uhr kamen wir dann am Stadion in Almelo an, erstmal zum Stadion gefahren, dort aber von den freundlichen Stewards abgewiesen worden, auf Deutsch wurde uns erklärt, eins weiter, dann rechts und dort können wir Parken. Gesagt, getan und auf zum Stadion, Kartensituation klären. Auf Ticketbox.nl war zu lesen, 3 Karten pro CC, haben aber keine, wird schon wie gewohnt gehen. An der Kasse dann nach Karten gefragt, der und der Block wäre noch verfügbar, nehmen wir die Karten für den Eckblock neben den Gästen für nen Zwanni. Ausweis? Nene, geht so. Top! Das achte Mal in der Eredivisie, wo ich keine Clubcard brauche. Das Ticket eingesteckt, ging es erstmal an die nahe gelegene Sporthalle, ist sicherlich warm drinnen, mal schauen, welchen Sport man sich da geben kann. Damen-Volleyball war es leider nicht, hätten uns mit Bodenturnen begnügen müssen, auf diese Randsportart hatten wir dann aber doch wenig Lust, also den Ground bzw. Länderpunkt liegen gelassen und ab ins Gewerbegebiet. Hier alle Geschäfte bereits zu, Auto oder Fastfoodladen? Fastfoodladen! Also hier nochmal paar Burger reingeschaufelt, kostenloses WiFi genutzt und dann gut 30 Minuten vor Anstoß Richtung Stadion gedackelt. Wohin müssen wir? Gute Frage, links war falsch, meine Meinung, wir müssen nach rechts, war dann aber auch falsch, standen wir vor dem Gästeblock und es ging nicht weiter. Also wieder zurück, andere Richtung ins Eck. Hier war gut was los, irgendjemand mich angequatscht, keine Ahnung was er wollte, ich ihm die Karte gezeigt und dann meinte er, gibt Extra-Eingang da links. Hingelaufen, Karte wurde gescannt und drin waren wir. Super!
Vorab kann ich aber schon sagen, dass ich zwar einen weiteren Niederländer in meiner Statistik habe, auf diesen Dreck hier aber gerne verzichtet hätte. Das ist mit das schlimmste, was ich bisher in den Niederlanden gesehen habe. Kleines Plastikstadion mit gewohnten Aufgängen von vorne, alles ziemlich sinnlos hier und dann auch noch Kunstrasen. Das war für Can fast zuviel, aber es mussten ja jetzt 90 Minuten durchgehalten werden. Haben wir dann auch geschafft. Nur der Eckblock war noch so ziemlich nervig, kaum was gesehen, dazu Kinder, die nur rumgenervt haben. Dann das nächste Mal doch lieber paar Euro mehr ausgeben und auf die Haupttribüne.
Zum Spiel möchte ich eigentlich gar nix schreiben, gibt auch nix großartiges zu schreiben. Aber da ich jetzt angefangen habe, schreibe ich halt doch paar Sätze. Wie schon erwähnt liegt hier Kunstrasen, also eigentlich eine klare Sache, es fallen Tore. Beide Mannschaften hatte auch einige gute Chancen, doch in Halbzeit eins sollte nix fallen. Zweite Halbzeit wurde dann immer kälter und immer müder wurde man, das Spiel weckte einen auch nicht. Zwar erneut einige Chancen auf beiden Seiten, aber irgendwann muss der Kunstrasenfluch ja mal besiegt werden, wenn es auch im negativen Sinne ist und heute war es dann soweit. Nach 90 Minuten stand hier die Null, da half auch nicht der Bums-Bunny, das Maskottchen von Almelo, in der Halbzeitpause. Ist dieser Fluch also auch gebrochen, muss ich mir selbst auf Kunstrasenplätzen in Zukunft Sorgen um das 0-0 machen. Ich habe Probleme.
Mit dem Abpfiff dann direkt zum Auto, Heizung aufdrehen und heim fahren. Vom Parkplatz kam man dann sogar sehr gut weg, hätte nicht damit gerechnet, dafür erlebte man dann aber an der nächsten Kreuzung was, was man nicht beschreiben kann. Die Kreuzung mit Ampeln versehen, auf der Straße Verkehrsregulierer, so schimpfen sie sich, die den Verkehr regeln. Logisch. Aber warum den Verkehr regeln, wenn es doch funktionierende Ampeln gibt? Also stehen diese Männchen auf der Straße, winken mit ihren Leuchtstöcken in diverse Richtungen. Wir stehen und stehen, kommen wir auch mal an die Reihe? Anscheinend wurde dann gemerkt, welche Sinnloskation dies ist und schon gingen diese Männchen von der Straße und der Verkehr regelte sich ganz alleine wieder anhand der Ampeln. Nenene. Ab ging es dann via Autobahn und Bundesstraße in Richtung Deutschland. Grenze ohne Probleme passiert, kurz nochmal getankt und dann Gas geben, nur noch heim jetzt. Klappte auch ganz gut, bis man dann wieder ins Sauerland kam. Hier natürlich Minusgrade, Nebel zog auf und die Straßen können glatt gewesen sein. Ich habe es nicht ausprobiert, lud aber nicht zum Rasen ein, also langsam die Wege passiert. Ziemlich müde war man nun, doch sind noch gut 150km zu fahren. Nochmal eine kurze Pause eingelegt, fast vom bekannten Baustellenblitzer auf der A45 erfasst worden und dann war man irgendwann auch wieder ziemlich erschöpft im eigenen Reich. Zwar zwei neue Ausländer gemacht, im Großen und Ganzen dann aber doch ziemlich sinnlos. Wollen wir jetzt aber mal nicht meckern, in paar Wochen ist schon wieder der nächste Niederländer geplant.

HHC Hardenberg vs. Excelsior´31 0-2

Topklasse Zaterdag
Sportpark de Boshoek
Zuschauer: 1300

Geplant war für dieses Wochenende ursprünglich drei Spiele in Belgien, die Sinnlosigkeit am Samstag, für ein Spiel den ganzen Tag rumgammeln zu müssen, entschied mich dann doch anders und so wurde die Fahrt bisschen nördlicher, genau genommen in die Niederlande, zu einem Doppler vorgenommen. Das übliche am Morgen, konnte man sogar paar Sonnenstrahlen sehen, perfekt, Wetter sollte auch trocken bleiben, schauen wir mal. Ziemlich pünktlich ging dann die Reise erstmal über die A45 los, aber schon bald wurde es ziemlich ungemütlich. Leichter Schneefall im Sauerland zeichnete sich ab, ging aber noch ganz gut zu fahren. Quer am Ruhrgebiet vorbei, fing es dann das regnen an, nicht so schön. Aber alles eigentlich uninteressant, darum springen wir vor an den Ankunftsort. Diesen zeitig erreicht, hier war es wenigstens trocken, wenn auch kalt. Es scheint auf dem Hauptplatz gespielt zu werden, also nochmal beim Fastfoodladen was reingeschoben und wieder zurück.
7 Euro Eintritt sollte der Spaß hier kosten, dafür gab es Toegangsbewijs in nerviger Größe. Der Sportpark dafür recht gut, neugebaute Tribüne auf der einen Seite, daneben Clubhaus und paar Stufen, auf der anderen Seite befinden sich zudem auch noch paar alte Stufen. Bewegungsfreiheit war gegeben, somit alles sehr gut. Nur die Lautstärke der Boxen hätte man ein wenig runterdrehen können, zwar habe ich nix gegen Technomusik, aber bei einer satten Lautstärke geht das schon auf den Kopf.
Vom Spielerischen her wollten wir uns mal überraschen lassen, wie die 3. Liga in den Niederlanden mit Deutschland vergleichbar ist. Am Ende kann ich sagen, irgendwas zwischen Regional- und Oberliga. Schneller Fußball war es nicht, eher kampfbetont, wenn aber auch nicht so richtig. Also irgendwie total komisch alles. Die Gäste konnten dann nach gut 15 Minuten die Führung erzielen, eine von uns zu lang geglaubte Flanke, wurde irgendwie noch in die Mitte gebracht, wo Spieler der Gäste einschieben konnte. Feine Sache, kein 0-0. Wenig später dann das 0-2 und nach minimal 4 Minuten Nachspielzeit war die erste Halbzeit vorbei. Ab ging es zum Aufwärmen ins Clubhaus, welches aber brechend voll war und eher eine Bierzeltstimmung aufwies, also wieder raus, Runde laufen und dann wieder dem Spiel widmen. Tore sollten keine mehr fallen, dies vorweg, aber immerhin konnte der Gastgeber noch zweimal den Pfosten treffen. Gut, bringt keine Tore oder Punkte, kann aber hier auch mal gesagt werden. Der Gast noch mit paar Konterchancen, die aber schlecht verarbeitet wurden und so blieb es am Ende beim 0-2. Fans waren zwar heute zugegen, aber die blieben eher still. Die Gästeanhänger bejubelten nur ihre Tore, die Heimfans begannen paar Minuten nach Spielbeginn das erste Mal mit bisschen Trommeln und Singsang, legten das dann aber wieder auf Eis. Hatte ich mir auf Grund von Bildern mehr erhofft, sollte heute nicht so sein, egal.
Nachdem es, warum auch immer, auch in der zweiten Halbzeit 4 Minuten Nachspielzeit gab, die Halbzeit länger dauerte, konnte gut 10 Minuten später als geplant der Sportpark wieder verlassen werden. Schnell zum Auto, ab nach Almelo, wo das zweite Spiel anstand, Kartensituation war in dem kleinen Ding noch nicht geklärt, also hopp hopp. Abfahrtsstau am Sportpark ließ noch weitere Minuten dahin streichen, dann ging es aber flott und man war auf der Bundesstraße Richtung Almelo.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Kickers Offenbach vs. 1.FC Nürnberg 0-2

DFB-Pokal
Bieberer Berg
Zuschauer: 24000 (2500)

Der offizielle Spieltermin fiel im letzten Jahr dem Wetter zum Opfer, macht aber nix, findet das Spiel halt im neuen Jahr unter der Woche statt. Und da man eh nix zu tun hatte, gönnte ich mir das Spiel gegen einen weiteren Bundesligisten. Zunächst war mal die Kartenfrage zu klären, war aber überhaupt kein Thema, am besagten Termin dann früher Feierabend gemacht und ab nach Offenbach. Zunächst kurz mal in die Kneipe, bisschen unterhalten, mich dann mit Can getroffen und eine gute Stunde vor Spielbeginn ging es auf den altehrwürdigen Bieberer Berg. Möglicherweise das letzte Spiel in diesem Stadion unter Flutlicht. Schauen wir mal. Eingangskontrolle war doch lascher als gedacht und bald stand man für paar Fotos in der Ostkurve, wo man auch schon Brecki traben sah. Diesen angehalten, erstmal unterhalten, an Fancontainer gegangen und dann ging es auch schon bald los.Der Heimbereich präsentierte einen Banner "Oldschool in Runde 3", wo zunächst die 3 mit einem Haken versehen wurde und wenig später dann mit einer 4 überhängt wurde. Dazu die Schwenkfahnen im Hintergrund, war okay. Der Gast präsentierte lediglich paar Fahnen, supporttechnisch war man aber ganz gut aufgestellt. Aber es war das gesamte Spiel über nicht unbedingt hervorragend, zwar schon laut, aber das typische Ultra-Ding runtergespult und fertig. Offenbach dagegen konnte kaum an ihre Grenzen gehen, nur ab und zu wurde es mal laut, am lautesten kurz nach der Halbzeit, wo man sich nochmal Hoffnungen macht, das Spiel zu drehen, denn bereits in der 1. Halbzeit gelang dem Gast der Führungstreffer. Pfostenschuss von Nürnberg in der 2. Halbzeit, wenig später dann aber das 0-2, eigentlich die Vorentscheidung. Nürnberg schon klar besser, Offenbach noch mit einem Abseitstor, welches sicherlich nochmal ordentliche Spannung und Stimmung in das Spiel gebracht hätte, sollte aber nicht sein und so fuhr Nürnberg als verdienter Sieger zurück nach Mittelfranken.
Nach dem Spiel dann von Brecki und Peer verabschiedet, Can bereits am Auto wartend eingeladen und ab nach Hanau. Überraschend schnell war der Abfahrtsweg, sonst staut es sich immer. Macht nix, gut so, schnell nach Hause, durchgefroren war man. Can am Hauptbahnhof in Hanau rausgelassen, paar Minuten noch gefahren und dann war der Tag auch schon gelaufen. Tja, das wohl letzte Flutlichtspiel am Bieberer Berg war somit auch miterlebt worden, bitter, wenn dieses geniale Stadion bald den Baggern zum Opfer fällt und dann an gleicher Stelle nur noch eine Plastikarena steht.

Sonntag, 16. Januar 2011

FC Barcelona vs. Malaga C.F. 4-1

Liga BBVA
Camp Nou
Zuschauer: 71576

3 Stunden waren nun also noch Zeit bis zum Anstoß im Camp Nou, fahren wir halt schon mal los. Bis Arc de Triomf gelaufen, dort dann in den Metro-Schacht abgestiegen. 1.45 Euro für eine Fahrt bezahlt, erstmal bis Placa de Santa, dann weiter bis Collblanc. Hier raus und direkt vor einem McDonald gestanden, wo der Länderpunkt Spanien gefuttert wurde. Nun, wo ist jetzt das Stadion? Laufen wir einfach mal der Menge hinterher, die werden es wissen. Wussten es auch, alsbald strahlte es ein großer Klotz mir entgegen. OK, super. Aber Zeit war noch genug. Gute 2 Stunden noch. Also erstmal rumlaufen. Draußen hier und da paar Stände mit allmöglichen Fressalien, dazu noch Schwarzmarkthändler, die ihre Tickets loswerden wollten. Tja, blöd gelaufen bzw. jener selbst schuld, der dort kauft, wenn die Tageskassen noch hell erleuchtet sind und es dort Tickets gibt. Bis zum Ende dann also gelaufen, hier nix mehr losgewesen, wieder zurück Richtung Eingang 14, welcher für mich ausgeschrieben war. Noch nicht offen, also nochmal weiter. Der Megastore darf dann auch nochmal besucht werden, recht fein, wobei mir der Fanshop von St. Etienne besser gefallen hat, auf Grund der Vielfalt. Hier gibt es ja nur Trikots mit allen Nummern, Schals, T-Shirt, Pullis und irgendwelche sinnlosen Bälle. Aber halt, geht ja noch eins runter. Hier zumindest paar ausgefallene Sachen. Fein fein. Zurück zum Ausgang, falsche Richtung, also einmal außen rum, bis ich wieder zu meinem Eingang kam. Kontrollstreifen an der Karte abgerissen, Rucksackkontrolle? Negativ. Bien, so gefällt mir das. Im Stadioninneren dann durch das elektronische Drehkreuz, es leuchtet Grün, rein und gut ist. Jetzt also erstmal den Block suchen, was auf Grund der Größe des Stadions recht schwer fällt, auch wenn jeder Blockaufgang nummeriert ist, die Reihenfolge dann aber doch bisschen komisch erscheint. Irgendwann merke ich, es ist die falsche Richtung, wieder mal. Also zurück, da kommen wir der Sache schon näher. Rein da jetzt. Ajo, Sicht ist okay, Sitz ist nass, also paar Fotos machen und dann nochmal raus, Papiertücher besorgen. Hat auf der Toilette geklappt, Wasser 0,5l/2 Euro konnte auch besorgt werden, ein Ordner stand mittlerweile am Eingang, diesem meine Karte gezeigt und er bringt mich zu meinem Platz. Gracias, hätte ich aber auch alleine gefunden. Naja, okay. Platz trocken und sauber gemacht und dann auf den Anstoß gewartet.
Der Anstoß kam dann auch und Barcelona war wie zu erwarten einfach überlegen. Man meinte, sie wollen gar kein Tor schießen, sondern einfach nur den Ball laufen lassen, Pass in die Lücke, kein Platz, zum nächsten gespielt usw. Und wenn dann jemand mal frei war, dann wurde halt mal geschossen und klingeling, 1-0. Und Tor 2-0. Und Tor 3-0. Bereits nach 30 Minuten. Taubenschießen, nein ein Schützenfest könnte das heute geben. Wurde es aber nicht. Barca hätte sicherlich 5,6-0 zur Halbzeit führen können, nahmen dann aber erstmal einen Gang raus. In der zweiten Halbzeit dann irgendwann 15 Minuten vor Ende Malaga mit dem Anschluss per Freistoß und jetzt wurde auch wieder ein Gang hochgeschaltet, erneut David Villa mit dem 4-1, was dann auch den Endstand bedeutete.
Zum Stadion brauche ich ja eigentlich nix zu schreiben, sollte eigentlich jedem bekannt sein, Riesending halt, ist ganz nett, kann man mal gesehen haben. Das war es auch schon zum Stadion, gehen wir zu den Fans über. Fans? Naja. Im Unterrang hinter dem Tor stehen paar Leute und schwenken paar Fahnen, die ab und zu mal ein Barca Barca anstimmen. Dies wird vom Rest getragen, so dass es mal kurz laut wird. Ansonsten wird halt vom Rest mal ein kurzes Barca Barca angestimmt und das wars. Ja, das ist wohl Spanien. Und ansonsten? Irgendwo ein Kaminfeuer. Ach ne halt, das sind diese Sonnenblumenkerne, die die ganze Zeit geknackt werden. Meine Güte. Und wirklich, das Spiel ist kein Spiel mehr, sondern einfach nur ein Event. Für mich gehört Popcorn und sondersgleichen in ein Kino, Theater oder sonstwohin, aber doch nicht ins Stadion!? Und auch der Grasgeruch, der von der Reihe hinter mir kam, durfte nicht fehlen. Anscheinend überall gang und gebe, dass man im Stadion kiffen muss. Oder war es einfach nur Einbildung!? Auch mein Sitznachbar hatte großes Verlangen nach den Sonnenblumenkernen, der Platz sah aus wie Sau nach dem Spiel, wohl vergleichbar, wenn man auf seinen Wohnzimmertisch kackt und dies dann nicht wegmacht. Vielleicht leicht übertrieben, aber diese Sauerei muss doch wirklich nicht sein.
Nach dem Spiel war das Stadion wieder ganz schnell geleert, scheint in den südlichen Ländern so üblich zu sein. Für mich hieß es dann aber auch abzuhauen, fährt die Metro nur bis 0 Uhr und man möchte ja wieder zum Nordbahnhof. Also Karte gezogen, wieder die gleichen Stationen zurückgefahren, alles kein Problem und kurz nach halb zwölf wieder am Arc de Triomf gewesen. Passt. Ein Laden noch aufgesucht, Getränke geholt und dann ab zum Nordbahnhof, noch bisschen wärmen. Also bis 1.15h ins Warme gesetzt, bis der Wachdienst mit seinem Hund kam und die Leute nach draußen bat. Aber gibt ja noch einen leichtbeheizten angrenzenden Warteraum. Gehen wir halt da hin. Der erste Platz war nicht so prickelnd, direkt vor der Tür, ständig traten Menschen ein, gingen dann wieder raus, der Wachdienst lief mit seinem Hund durch, der musste natürlich bellen, weckte die Leute auf. Boah, nervig. Aber sind ja nur noch paar Stunden, 3.45h geht ja der Bus zurück zum Flughafen nach Girona. Irgendwann so im Arsch gewesen, Rucksack umkrallt und eingeschlafen. Aufgewacht, kurz vor 3h, sehr schön. Jetzt rausgehen, rauchen und nur noch sinnlos in der Kälte stehen. Der Flieger geht zwar erst um 8.55h, aber hauptsache weg hier vom Busbahnhof, ab zum Flughafen, geht sicherlich mehr. Ein Passant, der sich auf einer Steinbank lang gemacht hatte und schlief wurde dann noch vom Wachdienst geweckt und zugleich ging der Hund mit Maulkorb auch nochmal auf den Passanten drauf. Da hätte ich zu dem Zeitpunkt nicht liegen wollen, wenn du aus dem Schlaf gerissen wird und ein Hund fällt dich zugleich noch an. Der Bus fuhr dann kurz darauf auch ab, über die Fahrt wurde stillschweigend vereinbart, über die Ablösesumme bzw. den Fahrtpreis darf man aber offen sprechen. 12 Euro waren es. Am Flughafen angekommen, gefroren wie Sau, rein in die warme Stube, erstmal hinsetzen. Natürlich prompt wieder eingeschlafen. Ich glaube das Unwort der Berichte bzw. der Tour dürfte Schlaf oder eingeschlafen sein. So sei es! Meine Stimme dafür. Nachdem ich dann um kurz nach 7 Uhr wieder aufwachte und mich fühlte, als ob mir jemand in die Fresse geboxt hätte, hat vielleicht auch jemand, keine Ahnung, wurde sich auf der Toilette erstmal frisch gemacht. Boah seh ich mies aus, versifft ohne Ende, zwei Nächte ohne Bett hinterließen Spuren, jetzt einfach nur noch heim. War aber noch Zeit, naja, kein Bock mehr, einchecken, abchecken und hinsetzen. Die Schlange war wieder einmal lang, da können es Leute kaum erwarten in den Flieger zu kommen. Neee, man braucht ja unbedingt einen guten Platz. Da steht man dann halt auch mal eine Stunde, anstatt sich zu setzen. Meckerei muss auch nochmal sein. Boarding lief dann irgendwann, ich bequemte mich auch auf, ab in den Flieger, in die Mitte der Dreier-Reihe. Gefällt mir nicht, kann man aber nicht ändern. Die Kollegen links und rechts durften dafür dann meinen Siffgeruch einatmen, ich versuchte wachzubleiben, gelang nicht, aber die Landung bekam ich vollends mit, auch wenn sie recht sanft war. Paar Kunden meinten zu klatschen. Trottel! Raus jetzt hier. Kapitän kündigte wolkenlosen Himmel und Sonne bei 5 Grad an. Ja wo dann? Hier in Hahn bestimmt nicht. Wolken pur, keine Sonne und eher -5 Grad. Es sei ihm verziehen. Bus nach Frankfurt sollte auch bald losgehen und um kurz nach 13 Uhr war man wieder in der Bankenstadt. Jetzt noch schnell zum Auto, durch Frankfurt gurken, geschafft, die Heimat vor Augen. Kurz nach 14 Uhr war es geschafft, die Tour beendet, die Duschen genossen und das Bett aufgesucht. Ich merke, ich werde auch nicht jünger, solche Tour ohne Bett geht fast gar nicht mehr. Sollte diesmal leider so sein, nächstes Mal bei besserer Terminierung sieht das ganze vielleicht auch wieder anders aus. Und dann sieht man hoffentlich auch mal was von der Stadt.

Gestions J.R. C.E Principat A vs. Matecosa U.E. Sant Julià 0-3

Primera Divisió
Camp d´Esports d´Aixovall
Zuschauer: 50

Nun hatte ich also noch gut 2 Stunden Zeit, bis der Bus gen Andorra abfuhr. Paar Gestalten hingen am Busbahnhof rum. Teilweise zigeuneraussehnde Gestalten (darf man sowas heute noch schreiben oder ist es politisch inkorrekt?), paar reisende, und zumindest ein Penner. Dieser fragte mich dann nach der Uhrzeit, ich zeigte auf die Bussteiganzeigetafel, wo die Uhr zu sehen war, als dieser dann hochblickte, wurde gerade Werbung umgeschaltet. Der Penner musste wohl denken, ich verarsch ihn. Die Uhrzeit war aber wirklich zu sehen. Egal, er wird es überlebt haben. Um kurz nach Fünf machte dann das Gebäude wieder auf, erstmal rein ins Warme. Und da ich ja noch eine Stunde Zeit habe, mach ich es mir erstmal gemütlich und schließ die Augen. Keine sonderlich gute Idee, doch es ging alles gut, denn kurz vor 6 wachte ich wieder auf. Joah, man könnte so langsam zum Bus gehen, Ticket muss man ja auch noch kaufen. Also raus, wieder am Automaten ein Returnticket gezogen, diesmal für 46,25 Euro, der Bus stand schon bereit, rein und gemütlich machen. Ich weiß, es wird auf die Dauer langweilig, aber was will man schon groß berichten, wenn man müde ist und immer wieder einschläft. Eben nix, hab ja nix gesehen. Doch zumindest kurze Zeit sah ich was von der schönen Landschaft in Andorra, die Müdigkeit siegte dann aber leider und ich fiel wieder in den Schlaf. Dornröschen wäre sicherlich neidisch gewesen, aber sie wollte ja einst glaub auch nicht unbedingt schlafen. Also haben wir was gemeinsam, so etwa zumindest. Ruhisch jetzt, genug. In Andorra-la-Vella dann aus dem Bus und erstmal den Arsch abgefroren. Was ist denn hier los? Kälte pur morgens um 9.30 Uhr. Aber gut, liegt ja auch in den Pyrenäen. Eigentlich dachte ich ja, am Busbahnhof fahren auch die Linienbusse, war aber nicht so. Ui, ein ExpressBus fährt da. Nur in die falsche Richtung. Also mal durchgefragt, wo der ExpressBus fährt, nach rechts, dann 200 Meter, dort ist eine Haltestelle. Und tatsächlich. Also kurz hingestellt, gewartet, Bus kommt und sinnlose 1.40 Euro bezahlt, da nur zwei Stationen gefahren. Busfahrer aber auch hier freundlich und sagte an, wann ich aussteigen muss. Paar Meter weiter war dann auch schon das Stadion zu sehen, kurzer Blick von außen, nun ja. Gefroren sieht der Kunstrasenplatz aus, trotz Sonne sehr kritisch, aber die ersten Spieler kommen angefahren oder gelaufen, also gespielt wird schon mal. Bestens. Paar Fotos gemacht und dann erstmal wieder den Berg rauf, mal schauen, wie weit es zu Fuß zum Busbahnhof ist. Dies wurde dann aber zügig wieder abgebrochen, nachdem es sich als zu weit erwies, also zurück zur Tanke, erstmal Frühstück besorgen. War vollzüglich so 6 abgepackte Schokobrötchen und ein Energydrink. Wieder zurück zum Stadion, die Temperaturanzeige ließ -2 Grad verlauten, ja kommt hin. Am Stadion angekommen, dann rein, bisschen rumgeschaut und hingesetzt. Geht ja gleich los. Die ersten Deutschen konnten dann gehört werden, wie es halt immer so ist. Am Ende waren es dann tatsächlich bei ca. 50 Zuschauern, 16 Deutsche!!!
Das Stadion, oder ein besserer Sportplatz verfügt außer über einer kleinen netten Tribüne über nicht sehr viel. Also eigentlich über gar nix. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich noch eine Anzeigetafel, ansonsten Ebbe, Kunstrasen in der Mitte. Die Sitze der Tribüne in der andorranischen Flagge gehalten, ist okay. Ansonsten ist vom Stadion nix zu berichten. Außer vielleicht noch, dass Eintritt keiner bezahlt werden musste, dafür bekam man dann aber auch keine Eintrittskarte. Macht nix.
Spielerisch? Nunja, eher bezirksliganiveau. Macht aber nix, wusste man ja vorher. Dennoch ganz nett anzuschauen, ist was anderes, als der ganze kommerzielle Schnick-Schnack-Fußball. Da wird noch gekämpft und auch mal ein Späßchen gemacht. Schön mit anzuschauen. Spielerisch ging das Ding ganz klar an den "Gast" aus Sant Julia, der mit bisschen mehr Cleverness locker höher gewinnen können, denn der Torwart von Principat war meiner Meinung nach, ein umgeschulter Feldspieler, Strafraum- bzw. Torbeherrschung war nicht vorhanden. Macht nix, war auch gut so, sonst wäre das Spiel vielleicht 0-0 ausgegangen, muss ja auch nicht sein.

Das Spiel war zu Ende, Zeit für mich zu gehen, hatte ich nämlich keine Bushaltestelle Richtung Andorra-la-Vella gesichtet und auch an der Haltestelle, wo ich ausgestiegen bin, hing kein Fahrplan. Also laufen wir mal los, sind ja nur knapp 5km, laut Google Routenplaner eine knappe Stunde Laufzeit. Würde passen. Dann ging es den Berg also rauf, an der Temperaturanzeige waren nun sattliche 20 Grad zu lesen, aber eher in der Sonne. Die Sonne strahlte aber ordentlich, herrliches Wetter. Traumhaft. Aber nicht blenden lassen, weiter laufen. Es wurde ein langer Weg, soviel schon mal. Irgendwann kam dann tatsächlich eine Bushaltestelle, wo gerade ein Bus der Linie1 hielt, die Linie zum Busbahnhof. Aber was macht der Woody? Ach neee, den Rest können wir auch noch laufen, habe mir gerade erst ne Kippe angesteckt. Was sich manchmal in meinem Hirn abspielt, würde ich gerne wissen. Nix war es mit "ich bin gleich da". Die Zeit verrinn, ein Busbahnhof war nicht zu sehen. Aber jetzt, ja, gleich bist du wieder auf der Hauptstraße, wo du hinmusst, gleich bist du da, noch paar Meter. Ja wo bist du jetzt? Da lang oder da lang? 15 Minuten noch. Ahhh... Passantin auf spanisch nach dem Weg gefragt, obwohl ich gar kein spanisch spreche. Da? si si, gracias. Schneller laufen. Da ist der McDonald, links abbiegen. Geschafft. Spannend was? Ja, war es auch für mich und ich war sogar live dabei!!! In den Bus eingestiegen, Frage nach Ankunftszeit, ja so gegen 18 Uhr. Passt schon. Die Details der Rückfahrt erspare ich dem Leser jetzt einfach mal, musste schon genug Blödsinn lesen. Der Busfahrer sollte mit seiner Aussage recht behalten und drei Stunden später war man also wieder in Barcelona.

Samstag, 15. Januar 2011

Real Zaragoza vs. Levante U.D. 1-0



Liga BBVA
Estadio de La Romareda
Zuschauer: 22500 (30)

Nachdem vor gut zwei Wochen das Kalenderjahr 2011 bereits begonnen hat, sollte für mich am heutigen Samstag das Jahr 2011 endgültig eingeläutet werden. Denn es stand endlich wieder Fußball an. Letztes Jahr sollte der Ausflug nach Spanien auf Grund hoher Ticketpreise bei Espanyol Barcelona (90Euro/Karte) nicht klappen, dieses Jahr wurde die Sache aber cleverer angegangen und den Flug gemäß eines Heimspieles vom FC Barcelona gebucht. Einleitung geglückt, gehen wir zum wesentlichen über. Deine schlafreduzierte Arbeitswoche lag hinter mir, also Freitag abend nochmal zwei Stündchen in die Koje, dann war Schluss mit Schlafen, die letzten Details wurden geklärt, fertig gemacht und gegen 1.30 Uhr ging es nach Frankfurt Hbf, denn heute sollte ich mal zum Hahn transportiert werden. Gewohnten kostenlosen Parkplatz nähe des Hauptbahnhofes ergattert (Beethovenstraße, beim Pit-Stop rechts, dann gleich links), paar Meter zum Hauptbahnhof gelaufen und kurz danach saß man auch schon im Bus Richtung Rheinland-Pfalz (12 Euro/Ticket). Die Fahrt verlief eigentlich soweit ereignislos, schlief ich kurz nach Abfahrt auch ein und wachte erst kurz vor dem Flughafen wieder auf. Sehr schön. Nun ja, jetzt war es gerade mal 4.30 Uhr, der Flieger sollte erst gut zwei Stunden abheben, also Leute begutachten, mit dem Kopf schütteln, rauchen, essen, weiter beobachten, Kopf schütteln und dann einchecken. Maschine gut voll, auf die Warterei in der Schlange aber keine Lust, darum erstmal Platz genommen. So bekam ich dann auch nur einen Sitzplatz in der letzten Reihe, macht aber nix, im Umkehrschluss bedeutet das, last in, first out. Das war der einzige Vorteil am hinten sitzen, denn die ganzen Menschen, die eine schwache Blase haben, gehen einem mit der Zeit ganz schön auf die Nerven, wenn das WC direkt hinter einem ist. Auch die senkrechte Lage beim Start ist nicht sooo prickelnd, aber ich habe es ja überlebt, von daher eigentlich auch egal. Und im Prinzip ist es ja auch egal, wo man sitzt, denn runter kommt man immer. So, fertig jetzt! Der Flug war zwar ruckelig, dass man Cocktails hätte mixen können, gelandet wurde dann aber dennoch sicher, wieder einmal weit vor der Zeit. Nur die Fanfare wurde, warum auch immer, heute nicht gespielt. Egal. Raus aus dem Flieger, ab Richtung Busbahnhof, auf nach Barcelona. Busticket für 12 Euro besorgt und erstmal in den Bus nach Girona eingestiegen, wurde aber vom Busfahrer zurückgewiesen, also richtigen Bus genommen und ab ging es nach Barcelona. In diesem natürlich erstmal geschlafen, wenig später war man dann aber auch schon am Busbahnhof Estacio del Norte in Barcelona angekommen. Zeit bis zur Abfahrt nach Zaragoza war genug, also erstmal dumm rumlaufen. Ticket für das Barca-Spiel hatte via Homepage nicht geklappt, aber am Nordbahnhof sollte es ja auch die Tickets an der Touri-Info geben. Rumgelaufen, nix gefunden, dann irgendwann mal an der Info gefragt, ajo da drüben im roten Container. 30 Minuten waren nun bereits vergangen. Dort also gefragt, nene nur in der Stadt drin an der Haupttouri-Info oder halt am Stadion. Wie lange läuft man in die Stadt? Gut 20 Minuten. Blick auf die Uhr, 60 Minuten Zeit, 20+20=40, sollte also zu packen sein. Losgelaufen und erstmal in die verkehrte Richtung. Ist ja bei mir auch nix neues, dann aber dennoch die richtige Richtung eingeschlagen und an der Touri-Info angekommen. Meine gewünschte Preiskategorie war nicht vorhanden, also die nächsthöhere für 37 Euro im zweiten Rang gesichert. Nun ja, egal. War dieses wenigstens schon mal geklärt. Zurück im schnellen Schritt zum Nordbahnhof, dort am Automaten Busticket mit offenem Return für 25,07 Euro ergattert und wenig später ging die Reise los. Natürlich dann gleich mal eingepennt, paar Mal mit dem Kopf gegen die Scheibe gedonnert, da der Arm abgerutscht ist, wieder wach, eingepennt, Pause. Herrlicher Sonnenschein, ab in die Sonne. Bien bien. Weiter ging die Fahrt, weiter ging das Schlafen. Man könnte meinen, ich habe nur geschlafen, schön wäre es, hatte aber auch gut was nachzuholen. Auf der weiteren Strecke dann wieder mal aufgewacht, doch wo war ich? Die Sonne war weg, Wolken am Himmel und Nebel. Brrr, das sieht nicht schön aus, aber bis Zaragoza ist ja noch ein Stück. Der Nebel verzog sich aber nicht, in Zaragoza ausgestiegen und erstmal gefroren. Da hätte man auch in Deutschland bleiben können. Aber gut, hätte man auch kein Fußball gesehen. Nach kurzer Orientierung ging es dann also Richtung Stadion (Etage hoch, dann rechts der Hauptstraße Richtung Stadt folgen bis rechts das Stadion erscheint). Gut 30 Minuten Laufzeit muss man einkalkulieren, dann sieht man die Flutlichtmasten. Erstmal um das Stadion gelaufen, von außen gar nicht als Stadion erkennbar, nur die Flutlichtmasten deuten daraufhin. Aber ist jetzt kein Neubau oder sowas, einfach alt, darum halt irgendwelches Gemäuer, hat schon was. An der Kasse dann mal nach Karten gefragt, 45 Euro billigste Kategorie, naja, muss nicht unbedingt sein, geht sicherlich auch günstiger. Auf der anderen Seite dann eine offene Tür, mal reingeschaut, Guten Tag gesagt und man durfte sogar rein. Spanische Gastfreundschaft. Das es sogar Haupttribüne war, war umso erfreulicher, nur die Sitze waren dreckig wie Sau, 90 Euro möchte ich dafür ja nicht unbedingt ausgeben. Aber gut, passt schon. 1,5h vor Spielbeginn also drin, paar Fotos gemacht und so langsam füllte sich das Stadion. Paar Gäste-Anhänger auf der Haupttribüne Platz genommen, paar im benachbarten Gästeblock, 30 mögen es in etwa gewesen sein. Nun ja...
Das Stadion ist in seiner heutigen Form ein All-Seater, keine Ahnung ob es hier früher mal Stehplätze gab. Aber zumindest die Hintertortribünen sind gut steil und generell macht das Stadion einiges her. Gefällt mir eigentlich ganz gut, wenn auch keine Stehplätze vorhanden sind. Muss ja auch nicht immer sein, dass man überall eine Arena hinbaut und damit dann angibt, wie toll es doch ist. So ein altes Teil ist viel interessanter, wenn da nicht die überzogenen Eintrittspreise wären, aber Spanien halt.
Fantechnisch hört und liest man ja immer davon, dass Spanien eigentlich gar nix geht. Darauf stellte ich mich auch ein, wurde dann aber doch eines besseren belehrt. Immerhin, wie bereits erwähnt, waren gut 30 Leute aus Valencia mitgekommen und die Leute im Gästeblock stimmten auch ab und zu mal ein Liedchen an, ließen dann aber nach. Schade eigentlich. Links von der Haupttribüne befinden sich die Ultras Zaragoza, zumindest hängt dort eine Fahne derer. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich das Colectivo 1932, anscheinend auch so eine Art Ultragruppe. Beide konnten zum Teil das Stadion animieren und es wurde teilweise auch gut laut, zwar nicht durchgehender Support, aber immerhin besser als gar nix, hatte ich schlimmer befürchtet. Der restliche Teil tat es bestes, indem er bei zweifelhaften Entscheidungen immer wieder pfiff, dann aber wirklich jeder. Gute Lautstärke, liegt auch vielleicht am Stadion. Auf jeden Fall top! Dass dann natürlich zum Ende des Spiels die Stimmung noch besser wurde, lag halt auch am Ergebnis, dazu aber jetzt mehr.
Super Übergang gefunden, also gehen wir gleich mal auf das Spielerische ein. Der Nebel hatte sich immer noch nicht verzogen, dafür sich aber über das Spielfeld ausgebreitet. Stellenweise konnte das Spiel gar nicht mehr verfolgt werden, der Ball wurde gar nicht gesehen, manchmal war auch das gegenüberliegende Tor vernebelt. War der Ball jetzt drin oder nicht? Wo ist er? Ahhh, im Mittelfeld. Schon ein komisches Gefühl. Das ist wie früher, als Premiere aus nur einem Programm bestand und das Topspiel der Bundesliga Samstags um 15.30 Uhr verschlüsselt gezeigt wurde und man versuchte, das Spiel dennoch irgendwie zu verfolgen. Das Topspiel war es heute allerdings nicht. Letzter gegen Drittletzter, also ein spannendes Abstiegsduell, indem Zaragoza gewinnen muss, um nicht den Anschluss zu verlieren. So legten sie auch gut los, waren auch über das komplette Spiel die bessere Mannschaft und siegten am Ende verdient mit 1-0 durch ein Kontertor in der 45. Minute. Levante zwar aufopferungsvoll, aber wahre Torchancen konnten nicht erspielt werden, so dass sie die Heimreise mit null Punkten antreten mussten.

Mir war es egal, ob jetzt 0,1 oder 3 Punkte mit nach Valencia genommen werden, ich hatte meinen Länderpunkt und mein erstes Spiel 2011 im Gepäck und durchgefroren ging es zurück zum Busbahnhof. Tja, welche Verbindung nehmen wir jetzt? Schließlich hat der Busbahnhof in Barcelona von 1.15-5.15h geschlossen. Ach gammeln wir halt bisschen in Zaragoza rum und nehmen die spätere Verbindung, hat man weniger Aufenthalt in Barcelona. Also durch den angrenzenden Bahnhof gelaufen, in den warmen Warteraum gesetzt, bisschen gedöst, dann wieder mal rumgelaufen. Am bahnhofsinternen Hotel dann festgestellt, dass kostenloses W-Lan zur Verfügung stand und erstmal bisschen per Handy gesurft. So bekommt man auch die Zeit rum. Bravo. Zu gegebener Zeit ging es dann wieder zum Busbahnhof, wo der Bus gen Barcelona um 23.35h fahren sollte. Nun ja, es stand ein Bus bereit, Ticket vorgezeigt, alles klar, doch der Busfahrer stoppte mich. Ist nicht der Bus nach Barcelona, sondern nach Madrid. Tja, nochmal Glück gehabt, würde ich sagen. War sogar das falsche Bussteig, aber auf dem richtigen kam dann auch bald der richtige Bus. Dachten zumindest alle, die den Bus gen Barcelona nehmen wollten. Der Busfahrer lässt die Leute raus, macht zu, haut ab, kommt wieder, steigt ein und fährt davon. Ääääh? Ja gut und jetzt? Erstmal warten. Um 0 Uhr kam dann tatsächlich noch ein Bus, dieses Mal der richtige. Ticket vorgezeigt, blablabla irgendwas auf spanisch. No espanyol. Ja Pech wurde mir angedeutet, no english praktisch. Der Busfahrer erwies sich dann aber als freundlich und ging mit mir zum Ticketschalter, dort wurde mein Ticket einfach gegen ein gültiges Ticket umgetauscht und gut war. Was jetzt genau war, keine Ahnung, ich hatte ja die Returnticket mit offener Rückfahrt gezogen, anscheinend muss ich dann aber vorher nochmal das Ticket einlösen mit der Zeit, wann ich fahren will. Sehr kompliziert, aber am Ende ist ja dann alles gut gegangen. In den Bus rein, kurz nach Geisterstunde ging es dann also wieder zurück. Was ich auf der Fahrt gemacht habe, muss ich jetzt nicht weiter berichten. Zumindest wurde geschlafen. Ob jetzt viel oder wenig ist schwer zu beurteilen, ausgeschlafen war ich allerdings nicht, als wir um kurz nach 4h in Barcelona ankamen.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Bologna F.C. 1909 vs. A.C. Milan 0-3

Serie A
Stadio Dall´Ara
Zuschauer: 20000 (2000)

Genug Schlaf gab es diese Nacht, dafür aber mit dickem Kopf aufgewacht. Man ist halt nix mehr gewohnt. Nach einer Dusche ging dies dann aber wieder recht schnell vorbei, Sachen zusammenpacken und ab zum Frühstück. Das ging zumindest, lediglich Kaffee kochen können sie in Italien einfach nicht. Das ist kein Kaffee, was da serviert wird, das ist gebrühte Scheisse. Zumindest mit Zucker ging es einigermaßen zu ertragen. Danach ausgecheckt, alles kein Problem und ab zum Bahnhof, ging um 7.53h der Zug gen Bologna. Lieber einen früher nehmen, man weiß ja nicht, wie es mit Tickets aussieht. Apropo Tickets: Während der Woche hieß es noch, es wird der Spieltag gestreikt, weil die Spieler sich ungerecht behandelt fühlen, Donnerstag gab es dann aber Entwarnung, es wird doch gespielt. Sehr gut! Einiges schon los am Bahnhof, für einen Sonntag morgen schon extrem. Egal, Ticket für 8.40 Euro besorgt und dann auf zum Gleis. Sind schon gute Preise hier in Italien, da macht Bahnfahren noch Spaß. Strecke in etwa Hanau-Würzburg, nur bezahlt man dafür fast das dreifache. Ein Vierer ergattert und dann erstmal Augen zu, bisschen schlafen. Ging zum Teil auch ganz gut, nur der Seehund hat ein wenig genervt. Seehund? Ja, Seehund, kann man meinen, den Geräuschen zu urteilen, wie sich das Mädchen hinter uns die Nase putzte. In Bologna dann um 9.30 Uhr schon einiges los auf den Straßen, Bustickets besorgt und brav an die Haltestelle gestellt, wo einige Milan-Kunden und Bologna-Anhänger bereits warteten. Bus kam, aber einfach zu voll, also Ticket stempeln nicht möglich. Macht nix, kontrolliert wurde nicht und bald war man auch bereits am Stadion. Perfekt geklappt, jetzt noch Ticket holen und dann relaxen. Gegenüber vom Stadion sind dann die Schalter, billigste Kategorie in der Kurve für 25 Euro, nehmen wir, doch irgendwie leide ich an Gedächtnisschwund, war der Block, den ich orderte nicht identisch mit dem, was ich auf dem Stadionplan gesehen hatte, wie später festgestellt wurde. Egal, sitzen wir halt mitten der Bologna-Fans, passt schon. Tickets mit Namen versehen waren also im Sack, jetzt war es allerdings erst 10 Uhr, 2,5h noch bis zum Anpfiff, was tun? Naja, hier ein Foto, da ein Foto und dann einfach nur in die Sonne stellen. War noch gut kalt an diesem Morgen. Und wie auch immer, die Zeit einigermaßen rumbekommen und dann ins Stadioninnere bewegt. Rucksack wurde kontrolliert, aber gab nix zu bestanden, Personenkontrolle wurde gar nicht vollzogen. Bravo! Erstmal einen Überblick verschaffen, geht schon.
Eine alte Schüssel ist hier aufzufinden, All-Seater, Überdachung nur auf einer Seite, gegenüberliegend ein Turm in die Tribüne integriert. Recht nett. Naja, ansonsten konnte es weniger gefallen, war zwar weitläufig und ovalförmig und alt, aber irgendwas fehlte. Aber immerhin kein Neubau. Die Gäste waren auf der gegenüberliegenden Seite unterbracht, schön im Schatten, oben drüber strahlte die Sonne. Toll. Aber dafür kann jetzt ja wirklich niemand was dafür. Zum Intro gab es lediglich auf Bologna-Seite einige Fahnen und Doppelhalter zu sehen, Milan bot nix an. Nur im Laufe des Spiels wurden mehrere Rauchbomben gezündet, dazu noch ein Spruchband mit einem Protest gegen die 12:30h-Anstoßzeit. Bologna ließ auch einmal kurz Rauch aufsteigen, dazu mehrere Spruchbänder während des Spiels. Naja, naja, nicht so berauschend. Genauso wenig der Support. Kann sein, dass es an der Akkustik liegt, aber von Milan vernahm man kaum was, ab und zu mal ein "Milan, Milan" oder "Inter Inter affanculo", das war es aber auch schon. Auf Heimseite immer wieder der Gast beschimpft, dazu noch bisschen Anfeuerung für die eigene Mannschaft, laut ist aber was anderes. Aber auch hier kann es an der Akkustik liegen und an einem anderen Standort sich ganz anders anhören. Nur fraglich, warum man fünf Vorsänger auf dem "Zaun" sitzen hat und dann doch nicht die komplette Kurve zum Singen bringt. Immerhin wurde am Ende des Spiels, wo wir unseren Platz verließen und Richtung Ausgang gingen, nochmal laut, als die Mannschaft trotz Niederlage gefeiert wurde. Lag es am Pro-Bologna oder einfach an der Standortveränderung? Die Frage bleibt erstmal offen.
Das Spiel wird sicherlich nicht als Highlight in meine Statistik eingehen. Zu schlecht das ganze. Bologna war einfach nur schlecht und Milan tat wirklich nur das Nötigste, was aber am Ende zu einem 0-3 führte. Die erste Chance hatte Bologna, aber der Weitschuss konnte pariert werden. Danach Ideenlosigkeit, Ibrahimovic vorne im Milan-Sturm war nur über seine Mitspieler am meckern, bereitete aber zumindest das 0-1 vor. Beim 0-2 durch Robinho konnte dieser gemütlich durch die Abwehr marschieren und einnetzen, naja, sehr mieses Abwehrverhalten. In der zweiten Halbzeit gab es noch die Möglichkeit zum Anschlusstreffer, doch der Kopfball wurde wiederum gehalten. Kurz danach dann die Entscheidung mit dem 0-3 durch Ibrahimovic. Per Elfmeter hätte Bologna noch verkürzen können, doch Di Vaio scheiert am Keeper, so dass am Ende das 0-3 blieb.
Mit Spielende dann das Stadion verlassen und Richtung Haltestelle gelaufen um den Bus gen Bahnhof zu nehmen. Blöd nur, dass die Straße gesperrt ist und der Bus da gar nicht halten kann. Aber alles kein Problem, wenn ein Stück weiter bereits die Busse bereit stehen. Diesmal das Ticket gestempelt, ca. 15 Minuten gefahren und nun war man bereits um 14.45 Uhr wieder am Bahnhof. Abfahrt unseres Zuges um 15.56 Uhr, also knapp noch eine Stunde Zeit. Da lässt es die Zeit zu, nochmal gepflegt essen zu gehen. Ging auch alles recht schnell. Waren gut, die drei Cheeseburger. Bahnticket gen Venezia-Mestre für 8.45Euro dann besorgt, geplant war noch die Beschaffung eines Getränkes am Automaten, dieser schluckte aber einfach das Geld. Mit zwei Euro weniger und einer kleinen Risswunde mehr am Finger ging es also ohne Flüssigkeit zum Zug, dieser gut voll, aber Platz bei einer Asiatin gefunden. Mich würde mal interessieren, ob die italienische Bahn den Fahrplan soweit auseinanderstreckt, dass man nie Verspätung hat, oder warum es der Fall ist, dass an jedem zweiten Bahnhof gut fünf Minuten Aufenthalt ist!? Ich weiß es nicht. In Venezia dann zwei Stunden später angekommen, jetzt nur noch nach Treviso und dann haben wir das Bahnfahren erstmal hinter uns gebracht. Klappte auch ganz gut, am Bahnhof dann noch Busticket für einen Euro Richtung Flughafen besorgt, wo man bereits gegen 19 Uhr aufschlug. Ziemlich klein der Flughafen, nix zu erleben. Zwar gab es hier zumindest zwei Hotspots, die aber mit dem Handy nicht klappen wollten. Merda! Also einfach sinnlos rumlaufen, rauchen, sinnlos rumlaufen, rauchen, hinsetzen, aufstehen, rumlaufen...Und dann begaben wir uns auch schon an den Sicherheitscheck. Sah alles recht locker aus, doch sollte es hier den härtesten Check meiner noch jungen Fluglaufbahn geben. Wie gewohnt das notwendigste ausgezogen, Tasche auf das Laufband, usw. Man kennt es ja. Piepserei an der Personenkontrolle, werde ich also abgetastet. Bis dato noch kein Problem. Nun sollte aber mein Rucksack kontrolliert werden. Mhhh, hab ich evtl. doch was verbotenes dabei? Nee, ich glaube nicht. Dem Typ dann den Rucksack geöffnet, erstes Fach, er geht mit einem Magnetstreifen rein, hält es an den Analyse-Computer, proceeding...Und plötzlich blinkt "Alarm!" haha, genau, der Woody als Terrorist. Der Woodyrist unter den Terroristen!!! Naja, weiter ging es mit dem zweiten Fach, wieder das gleiche Spiel, diesmal kein Alarm. Ich könnte meine Sachen nun nehmen, vielen Dank. Gut, Glück gehabt, doch kein Terrorist! Für uns ging es dann direkt ans Gate, bald fing das Boarding an, war einiges los, natürlich wieder auch einige Kunden am Start! "Die wollen doch nicht alle nach Hahn? Die passen doch alle gar nicht rein. Da müssen wir uns jetzt beeilen, nicht dass wir keinen Platz mehr bekommen!" Boah, geh heim und fahr Auto oder Zug und nerv die Leute net. Der Flieger sollte dann bald starten, Durchsage kam, dass zu Schneeschauern kommen kann. Ajo, passt schon. Flug war für 80 Minuten angesetzt, wieder kam dieser ziemlich kurz vor, wiederum Durchsage, wir wären über Luxembourg geflogen und sind in 10 Minuten in Hahn, decrease 15 Minuten. Tja, was heißt decrease? Womöglich die Flugdauer erhöht, aber wie man bei der Landung feststellen konnte, heißt es verkürzen, wieder 15 Minuten weniger gebraucht als geplant. Feine Sache. Zu recht gab es auch diesmal die Fanfare. Nur frage ich mich, warum, wenn wir einen Umweg fliegen, wir kürzer brauchen und zweitens, was wollte der Captain in Luxembourg? Billig tanken? Zigaretten kaufen? Naja, die Antwort bleibt mir wohl erspart. Kaum gelandet, stürzen die ganzen Leute schon zum Ausgang. Hallo? Wir sind noch auf der Landebahn und die Kunden wollen schon aussteigen. Nee Nee, ohne Worte. Da muss auch der Steward fünfmal die Ansage machen, die Leute sollen sich wieder auf ihren Platz begeben. Dann waren wir aber am Gate angekommen und die Tür wurde geöffnet. Brrr, ist das hier kalt. Eisiger Wind kam uns entgegen, ekelhaft. Deutschland hatte uns also wieder. Zurück zum Parkplatz gelaufen, ordentlich glatt die Straße, wird schon gehen. Ab geht es zum Bezahlen. Nur einen 50er einstecken, 11 Euro zu bezahlen, bekomm ich halt den Jackpot. Das Restgeld in Münzen, klimper klimper! Los ging die Fahrt, teilweise sah die Straße schon sehr glatt aus, sollte aber alles gehen. Ging es auch. Rauchen ging allerdings nicht, da die Scheibe eingefroren war und nicht runterwollte. Doch plötzlich tut es einen Schlag und Kälte kommt rein. Was war passiert? Anscheinend hat sich die Scheibe vom Eis gelöst und ist aus der Fassung gesprungen. Ging nicht mehr hoch und auch nicht runter. Also raus auf den nächsten Parkplatz, erstmal die Scheibe reparieren, zumindest das klappte. Die restliche Fahrt verlief dann ereignislos, heile kamen wir dann wieder in Langenselbold an.

Samstag, 11. Dezember 2010

S.S. Folgore/Falciano vs. A.C. Juvenes/Dogana 1-5

Campionato Sammarinese
Campo Sportivo di Fiorentino
Zuschauer: 35

Keine Ahnung, wieso und warum ich mir ausgerechnet das Wochenende rausgesucht habe um nach Italien zu fliegen, aber in Verbindung mit San Marino, immerhin neuer Länderpunkt, sollte es also wieder ins Land der Nudeln und Pizzen gehen. Can wurde kontaktiert, er war dabei, also vor paar Wochen Flüge für gesamt 36.99 gebucht. Die Woche vor dem Start eigentlich genügend Zeit gehabt, aber alles wieder einmal nach hinten verschoben, so dass dann Freitag Abend alle nötigen Informationen zusammengesucht wurden, die nötigen Buchungen noch getätigt und dann konnte es am nächsten Tag auch schon los gehen. 4.30Uhr ging der Wecker, die Nacht aber mindestens fünfmal wach gewesen, ja nicht verschlafen. Das nötigste am Morgen erledigt, Tasche war schon gepackt und wenig später brach ich auch schon auf. Treffpunkt Aldi, Can kam kurze Zeit später und los ging die Fahrt. Ereignisarm verlief die Fahrt, über dies und das gequatscht und irgendwann war man auch schon am Flughafen, wo man im knöcheltiefen Schnee parkte. Zwar weniger interessant, muss aber auch mal gesagt werden. Wenig später dann auch schon den Sicherheitscheck ohne Probleme durchquert, das Boarding lief bereits, so dass man auch hier nicht mehr großartig warten musste und alsbald der Flieger in die Luft ging. Der Flug verlief ohne Probleme, paar Wackler, aber die sind ja normal. Irgendwann kam dann die euphorisierende Durchsage vom Captain "ten minutes, only ten minutes remaining", da freut sich aber einer mächtig auf die Landung. Gefühlt waren wir noch nicht mal eine Stunde geflogen und dies sollte dann am Ende tatsächlich auch so sein. Eine schöne Flugroute hatte man zumindest, erst über die Alpen, dann kam auch schon die Adria, wo dann der Flieger wenig später in Rimini mit einer sehr sehr weichen Landung aufsetzte. Die Fanfare erklang, schon mal schön.Ein Blick auf die Uhr verriet, Landung 10:05, geplant war 10:40, also einfach mal 35 Minuten früher gelandet als geplant. Top! Raus aus dem Flughafen, erstmal die Sonne genießen. Top-Wetter hier, raus aus dem kalt-nassen Deutschland. Sehr schön. Dann mal die Haltestelle gesucht, wo der Bus uns zum Bahnhof bringen sollte, Zeiten verglichen, passten aber nicht mit meinen aufgeschriebenen. Egal, sind ja gut in der Zeit, also ruhig bleiben. Wenig später dann den ersten typischen Italiener gesehen, regte sich über Gott und die Welt auf, wollte mit uns im Taxi zum Bahnhof fahren, war am Ende aber zu teuer, also auf den Bus gewartet und für einen Euro zum Bahnhof. Am Burgerking sollte dann wenig später der Bus Richtung San Marino abfahren, 8 Euro das Returnticket, geht schon. Rein in den Bus, Plätzchen eingenommen, Stöpsel ins Ohr und erstmal eingepennt. Aber nicht lange, dann weckte Can mich, das Nationalstadion war zu sehen. Fein fein. Da ging es aber für uns heute nicht hin. Wir hatten die Auswahl zwischen Nationalstadion Nebenplatz (mit kleiner Stahlrohrtribüne) und Fiorentino (mit Tribüne). Zwar war letzteres außerhalb, aber auf Grund der Tribüne wollten wir dann halt das machen. Hinkommen? Fragezeichen! Zur Not laufen. In San Marino Stadt dann angekommen, fragen wir halt mal die Dame am Infoschalter nach einem Bus nach Fiorentino. Im Internet konnte ich zu Hause nix über einen Bus finden, aber wird sicherlich was fahren. Jawoll, so ist es auch, wir sollen runtergehen, dort fahren die Busse ab. Busfahrer dann gefragt, Linie 1. Irgends die Linie gesehen, also erstmal gewartet, kurze Zeit später kam dann auch tatsächlich der Bus. Nachgefragt, passt, wir wollten Ticket lösen, doch der Busfahrer war nur leicht angefressen und meinte, wir sollen endlich einsteigen. Gesagt, getan, und noch nicht richtig gesessen, wurden wir erstmal durch den Bus geschleudert. Hatte es wohl eilig. Ruhig bleiben, lieber Busfahrer. Dann fuhren wir und fuhren, ein Fußmarsch wäre wohl unmöglich gewesen. Beschilderung Fiorentino stand zumindest dran, Bus fährt aber rechts, statt gerade aus, wir kommen an einer Schule an, dort hält der Bus, auf der anderen Seite ist ein Ground. Top, wir sind da, dachten wir uns. Also ausgestiegen, Richtung Ground gelaufen, war dieser aber nicht identisch mit den Bildern, die man gesehen hatte. Mhh, und nu? Ajo, fahren wir halt weiter, wird wohl noch nicht Fiorentino sein. Irgendjemanden gefragt, wurde uns der gleiche Bus gezeigt, mit dem wir gekommen sind. Dieser war halt nun mit unendlich vielen Schülern bestückt, dazu noch ein Schülerlotse. Neee, das wäre kein Touristikbus, sondern ein Schulbus, wir könnten nicht mitfahren. Die Dame war aber hilfsbereit, fragte beim Busfahrer nach, doch doch, können mitfahren, und schon waren wir wieder drin. Vorher Sitzplatz gehabt, nur an der Eingangstür gequetscht, so ist das Leben. Also ging die Fahrt nun weiter. Irgendwann kam dann tatsächlich ein Schild mit Fiorentino, dazu die Beschilderung "Stadio", also einfach die nächstmögliche Haltestelle ausgestiegen. Jetzt war man zumindest in Fiorentino, aber das Stadion noch nicht zu sehen. Erstmal den Berg runterlaufen, wird schon irgendwann auftauchen. Gehwege oder sowas sucht man allerdings vergeblich, man läuft einfach am Straßenrand und muss hoffen, nicht vom Auto angefahren zu werden. Klappte aber alles ganz gut. Die Straße war dann auch richtig, die wir liefen und wenig später konnte der Ground gesichtet werden. Dies hatte schon mal geklappt, jetzt muss nur noch gespielt werden. Aber wir kamen genau zur richtigen Zeit an, wo sich die Mannschaften normalerweise treffen, die ersten Spieler liefen mit Tasche ein, es wird also gekickt. Also auch das hat geklappt. Jetzt kam aber die nächste Frage auf, wie kommen wir zurück? Ein Blick auf den Plan verriet uns nur, Bus fährt um 17.48 Uhr, aber nicht am Samstag. Blöd. Danach fährt noch einer um 18 Uhr irgendwas, könnte aber knapp werden mit dem letzten Bus zurück nach Rimini. Wird schon irgendwie, einfach erstmal nach oben laufen, wo wir ausgestiegen sind, da war noch eine weitere Linie, irgendwie kommen wir zeitig zurück in die Stadt. Passt schon, Zeit zum Sonne tanken, die ordentlich brannte. Einfach herrlich, einfach da sitzen, nix tun und die Sonne genießen. Das Winterwetter war praktisch schon vergessen.
Die ersten Spieler waren bereits auf dem Platz um sich warm zu machen und auch wir waren bald auf dem Kunstrasenplatz. Nicht um zu spielen, eher um von dort paar Fotos von der Tribüne zu machen, verfügt der Ground hier lediglich über eine Seite mit Ausbau, der Rest ist ebenerdig, dazu alles eingezäunt. Den Sinn und Zweck des Zaunes vor dem Ausbau werde ich wohl nie verstehen, muss ich aber vielleicht auch gar nicht, wenn es andere können, die diesen errichtet haben. Vielleicht einfach ein Schutz vor Eindringlingen, die auf dem Kunstrasenplatz kicken wollen oder vor Wildschweinen, die den Platz zerstören könnten. Fotos waren dann im Sack, die Tribüne war nun auch geöffnet, also drauf! Eintritt war keiner zu entrichten, dafür gab es dann aber auch keine Karte. Aber nicht weiter schlimm. Zuschauer bis dato Fehlanzeige, also was tun? Legen wir uns halt auf die Holzbank, machen die Augen zu und genießen die Sonne. Herrlich, einfach nur herrlich, Fußball wurde zu dem Zeitpunkt zur Nebensache, einfach nur genießen! Der Ball rollte aber halt auch noch nicht und als dann die Spieler von dannen zogen, begaben wir uns auf die Tribüne und wollten dann doch Fußball schauen.
Wer spielt hier heute eigentlich? Das war die Frage. Nun ja, ich wusste, es spielen zwei Vereine mit Doppelnamen gegeneinander, also die einzigen zwei mit Doppelnamen, wer aber Heimrecht hatte, wusste ich nicht. Nicht weiter schlimm oder schlecht informiert? Soll jeder selbst entscheiden, bei allem Respekt, aber in San Marino ist es, meiner Meinung, nicht weiter tragisch, da eh auf einem neutralen Platz gespielt wird. Das spielerische Niveau dürfte vergleichbar mit der deutschen Bezirksliga sein, unterhaltsam war es aber dennoch. Immerhin sechs Tore konnten begutachtet werden, dazu noch weitere zwei, die aber wegen angeblichem Abseits nicht gegeben wurden. Der "Gast" hätte heute aber sicherlich zehn Buden machen können, so schlecht war die "Heimmannschaft", leider wurde es aber nix raus. Die Frage nach dem Sieger blieb bis zum nächsten Tag offen, erst ein Blick auf die Verbandsseite im Internet konnte die Lösung bringen.

Zur zweiten Halbzeit war die Sonne dann untergegangen und nun wurde es plötzlich recht kalt. Nix mehr mit Sommerwetter, das Winterwetter hatte uns wieder. Bewegung war angesagt, also erstmal den Berg rauflaufen, vielleicht ergibt sich oben dann eine Möglichkeit wieder in die Stadt zu kommen. Und tatsächlich, dort wo dir ausstiegen, fuhr der Bus auf der anderen Seite laut Plan um 17.50 Uhr ab. Also wohl nur einzelne Haltestellen, die samstags nicht angefahren werden. Genügend Zeit war noch, also erstmal in Supermarkt gegangen, Verpflegung gekauft und dann pünktlich wieder zur Haltestelle zurück. Frierend auf den Bus gewartet, die Zeit verging, doch ein Bus war nicht zu sehen. Oje oje. 18 Uhr, der Bus immer noch nicht da, der kann doch keine Verspätung haben!? 18.15 Uhr, auf der anderen Seite fährt die Linie 1 ein, aber in die falsche Richtung. Tja, ist unser Bus also nicht gekommen. Letzter Bus um 18.40 Uhr, der muss kommen, ansonsten schlafen wir halt in San Marino bei gefühlten Minusgraden im Freien. Oder wird ein Taxi noch helfen? Schaun mer mal. 18.38 Uhr, von unten kommend sieht man ein größeres Gefährt, jawoll, der Bus kommt, nochmal alles gut gegangen. Fährt ja nur ca. 10 Minuten. Es war der gleiche Busfahrer von heute mittag, wieder wollten wir bei ihm Karte kaufen, aber anscheinend hatte dieser kein Bock eine zu verkaufen oder sonstwas, er meinte nur, wir sollen die Karte nach der Fahrt kaufen. Häää? Aber okay, machen wir natürlich gerne. Lediglich eine Dame war noch Fahrgast im Bus, also recht locker alles. Diese stieg dann irgendwann aus, aber das war hier nicht die Station, wo wir eingestiegen waren!? Auf Nachfrage wurde es dann mitgeteilt, dass die Straße gesperrt sei und wir nur die Straße weiter laufen müssten, dann wäre schon der Busbahnhof. OK! Also gelaufen, kam alles bekannt vor, kurz den Überblick verloren, doch Can behielt diesen und wenig später trafen wir auch dort wieder ein, wo der Bus nach Rimini abfahren sollte. Dieser stand auch schon bereit, nach kurzer Überlegung, ob dieser es ist, wurde eingestiegen und nach kurzer Fahrt, da gepennt, war man auch schon wieder in Rimini am Bahnhof. Nun also das Hotel aufsuchen. Via Bahnhof und Gleise wäre es auf die andere Seite gegangen, war aber verboten, Polizei am Bahngleis, also doch außenrum gelaufen. Hotel nach kleinem Irrweg gefunden, eingecheckt. Naja, diesmal landete ich keinen Treffer bei der Hotelauswahl. Sehr schäbig das Ganze, kann man schon als Bruchbude bezeichnen. Keine Heizung, nur ein Heizlüfter, Zimmer nicht unbedingt sauber und auch das Bad war mehr als schön. Die Dusche war vor der Toilette angebracht, kein Duschbecken, ebenerdig zur Toilette. Lediglich ein Duschvorhang konnte die Dusche von der Schüssel trennen. Brrr. Zu empfehlen ist das Hotel Niagara daher nicht, aber für eine Nacht bei 39 Euro ging es gerade noch so. Millionen italienische Sender waren zu empfangen im TV, sonst nix. Naja, schauen wir halt Frauen-Volleyball an, paar nette Damen dabei gewesen. Währenddessen noch eine schöne 0,66l-Bombe Peroni auf den Länderpunkt San Marino reingekippt. Umgefüllt trifft es aber besser, zunächst war die Flasche voll und ich leer, als die Flasche allerdings leer war, zeigte der Inhalt bei mir Wirkung. Ist halt der "Nachteil", wenn man sonst nix trinkt, dafür dauerte es aber keine fünf Minuten und der Weg der Träume war geebnet.

Sonntag, 28. November 2010

FC Ingolstadt vs. Union Berlin 1-0

2.Bundesliga
Audi-Sportpark
Zuschauer: 5500 (600)

Innerhalb von paar Jahren spielt der FC Ingolstadt nun mittlerweile im dritten Ground, um die 2.Bundesliga zu komplettieren, muss es also auch in den Dritten gehen, den Audi-Sportpark. Union Berlin ist geht immer, denn meistens reist auch Micha an, auch diesmal war dies der Fall und so hing man sich einfach dran. Recht früh ging es also an diesem Sonntag Morgen aus den Federn, fertig machen und dann ab nach Hanau. Schnell zwei Kaffee eingeschmissen, ging die Reise per Wochenendticket los Richtung Bayern. In Aschaffenburg erstmal Umstieg, in aller Früh noch einen ehemaligen Wirt aus meiner Gemeinde getroffen, kurz gelabert und dann ging es weiter Richtung Würzburg. Die Augen zu, ging auch einigermaßen, vor Würzburg dann aber gemerkt, dass der Zug schon gut Verspätung rausgefahren hatte, sollte mit einem Sprint aber kein Thema sein, den Anschluss nach Treuchtlingen zu erreichen. Naja, sehr ereignislos verlief das ganze heute, lediglich die ältere Reisegruppe wollte dann noch für Aufmerksamkeit sorgen, indem sie irgendein Liedchen trällerten. In Ingolstadt angekommen, ging es erstmal in die Innenstadt, was zum Essen suchen, was auch beim Fastfoodladen gelang. Naja, so bekam man auch die Zeit rum, ehe es dann zum ZOB zurückging, wo die Sonderbusse zum ausserhalb erbauten Stadion abfuhren. Am Stadion dann angekommen, ging es direkt an die Kasse, 11 Euro für nen Steher ist okay, dass man den weißen Hai sichtete, nicht unbedingt.
Ground ist naja, was soll ich sagen. Es geht. Nix berauschendes. Sinnlos außerhalb der Stadt gebaut, rote Sitze auf den Längsseiten sowie in den Ecken, hinter den Toren jeweils Stehblöcke. Immerhin. Ich machte es mir mit Micha im Gästeblock bequem, Sicht ging schon, auf der Gegengerade ist aber sicherlich besser. Stimmungsmäßig war wie zu erwarten nix los auf Seiten der Gastgeber. Bisschen Getrommel, paar Fahnen, ab und zu bisschen Gesang. Laaaaaaaangweilig! Die Gäste mit einem Konfetti-Intro, dazu der Banner "Union Berlin rockt". Auf den Bildern sah es ganz nett aus, leider nicht von mir festgehalten, war ich ja im Gästeblock, aber auf den bekannten Seiten können die Bilder ja eingesehen werden. Im Laufe des Spiels war man im Gästeblock dann stets bemüht für Stimmung zu Sorgen, was aber wohl auf Grund der klirrenden Kälte nicht unbedingt gut gelang. Zwar war die erste Halbzeit noch recht ordentlich, konnte ein bestimmtes Lied ganz gut überzeugen (Melodie und Text aber leider entfallen), nach dem Vorsängerwechsel zur Halbzeit verflachte das ganze dann aber zunehmend. Ich kann mir persönlich kein Urteil bilden, ob es jetzt im Gesamtbild gut, durchschnitt oder schlecht war, da ich ja kaum Union-Spiele sehe, hätte aber in der zweiten Halbzeit mehr erwartet. Sei´s drum, immer noch besser als dieses Eventpublikum auf der Heimseite, die eigentlich keine Silbe wert sind erwähnt zu werden.
Das Spiel war zunächst recht offen. Ingolstadt musste was tun um aus dem Keller zu kommen, wobei Union auch nicht sonderlich weit entfernt ist, aber ein Punkt in der Ferne reicht ja erstmal. So hatten beide Mannschaften paar Chancen, die besseren aber auf Ingolstädter Seite, die aber zweimal nur das Aluminium trafen. In der zweiten Halbzeit blieb das Spielchen gleich, nur das diesmal der Gast aus Berlin zweimal das Aluminium traf. Und hätte man einen sicheren Torwart hinten im Kasten, hätte man auch heute sicherlich einen Punkt geholt, doch vier Minuten vor dem Ende fliegt ein Freistoß an Freund und Feind vorbei, der Keeper macht auch keine gute Figur und der Ball liegt im Netz. Am Ende dann ein glücklicher Dreier für die Gastgeber, wenn auch zugleich verdient. Nach Spielende gab es dann noch kurz Turmulte im Gästeblock, nachdem wohl einige Anhänger von Ingolstadt im Nachbarblock provozierten und so die grüne Armee auf den Plan gerufen wurde. Was genau noch passiert ist, entzieht sich meiner Kenntnis, da wir kurze Zeit später auch schon wieder am Shuttle-Bus standen um den Zug gen Heimat zu bekommen.
Dies hatte dann zumindest ganz gut geklappt. Mittlerweile war man auch wieder aufgetaut und wenig später stand man im Zug gen Nürnberg. Stand? Ja, stand, denn der Zug war proppevoll, so dass ein Sitzen nicht möglich war. So war dann zumindest noch bisschen Unterhaltung von paar Frankfurtern geboten, die tagszuvor in München spielten und dort am Abend noch feierten. Recht nett gewesen. In Nürnberg dann nochmal für Verpflegung gesorgt, stand man auch im Zug gen Würzburg die erste Zeit, später leerte sich dieser dann aber, so dass man doch noch sitzen konnte. Jetzt noch die letzten Kilometer hinter sich bringen, Arbeitskollegen am Bahnsteig getroffen, Micha verquatschte die Zeit recht gut mit ihm, ich hielt mich raus, zu müd war ich. In Aschaffenburg von diesem verabschiedet, kurze Zeit von Micha in Hanau verabschiedet und dann war der heutige Sonntag auch schon wieder rum. Viel zu kalt für Fußball, aber wenn man eine Liga komplettieren möchte, muss man auch Opfer bringen.

Sonntag, 21. November 2010

VfR Groß-Gerau vs. SKV Büttelborn 3-1

Kreisoberliga Darmstadt
VfR-Sportplatz
Zuschauer: 120

Am heutigen Sonntag wollte ich nicht unbedingt was weites machen, aber in Hessen gibt es auch tatsächlich noch paar Plätze mit Tribünen, die sinnvoll sind und noch nicht besucht wurden. Am vorangegangen Abend musste dann festgestellt werden, dass Burghaun bereits abgesagt ist, verlagern wir uns also auf Südhessen. Mit Groß-Gerau was nettes gefunden, aber bei dem Wetter auch immer Risiko, also ging die Reise recht früh los, mit zwei Alternativspielen im Gepäck. Autobahnen waren heute schön frei, so muss es sein, wenn der Woody zum Fußball möchte. Zeitig angekommen, doch der erste Blick ließ nix gutes erhoffen. Die Spieler machten sich auf dem Nebenplatz warm. Also mal aus dem warmen Auto raus, einen Betreuer gefragt, jaja, spielen da drüben mit Tribüne. Wunderbar, zurück ins warme Auto und noch bisschen abasseln.
Sportplatz auch heute also ganz nett, Tribüne auf der einen Seite, auf der anderen Seite paar Stufen. Wenn man sich so die vier Masten anschaut, muss hier wohl auch auf dem Hauptfeld früher mal Flutlicht vorhanden gewesen sein, mittlerweile hängen aber keine Lampen mehr in der Luft, so dass man bei Abendspiele wohl auf den benachbarten Rasenplatz ausweichen muss. Stört mich jetzt nicht weiter, ich bin ja zur Tageszeit hier, es ist hell und wird auf dem Hauptfeld gespielt.
Nach 16 Minuten stand es hier bereits 2-0, eigentlich eine klare Sache, doch der Gast aus Büttelborn verkürzt und hat vor der Halbzeit noch die Chance auf den Ausgleich, wurde aber nix raus. Trotz dicker Bemantelung fror man und auch das Spiel sollte nicht dazu beitragen, dass einem warm ums Herz wird. So schlecht war es jetzt nicht, aber halt auch nicht das Beste. Muss man aber davon absehen, ist ja schließlich nur Kreisoberliga und keine Bundesliga. Mein heutiger Arbeitstag wurde dann mit 3-1 beendet, durchgefroren ins Auto, die Heizung lief bald auf Hochtouren, ich auch und dann war man auch bereits schon wieder daheim. Nix weites gemacht und trotzdem einen guten Nachmittag mit Tribüne verbracht, trotz eisiger Kälte.

Samstag, 20. November 2010

Rheydter SV vs. HSV Langenfeld 4-2

Landesliga 2 Niederrhein
RSV-Stadion
Zuschauer: 75

Also schnell aus Grevenbroich weg, ab auf die Autobahn Richtung Venlo und in Mönchengladbach dann irgendwo runter. Blöd, dass man es verpeilt und die falsche Ausfahrt nimmt, waren wir halt auf dem Weg nach Hause. Nächste Ausfahrt runter, gedreht und schon war man wieder auf der richtigen Spur, lediglich drei Minuten gekostet, man war immer noch im Soll. Das Stadion wurde dann auch ohne jegliche Probleme gefunden, zackig noch einen zweiten Pulli angezogen und dann auf ins Stadion. Aber wo ist der Eingang? Tja, links das Tor zu, rechts das Tor zu, probieren wir es halt mal über die Gaststätte. Und tatsächlich, da saß die Kassiererin mit ihren hübschen Eintrittskarten und vertickte uns eines davon für ´nen 5er.
Im Ground dann angekommen, kam man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Boah, was ist denn das hier? Das ist ja einfach sensationell. Das hier überhaupt noch gespielt wird? Nicht falsch verstehen, es ist nicht marode oder sondersgleichen, es ist einfach alt und dennoch gut in Schuss gehalten. Zum Glück kam hier noch keiner auf die Idee Wohnungen hinzubauen oder einen Park raus zu machen oder oder. In der heutigen Zeit gibt es da ja viele kreative Adern, die aus einem heraussprudeln, was man mal bauen kann, damit ein Stadion entfernt wird. Tribüne ganz ordentlich, drum herum Stufen, Stufen, Stufen. Sensationell. Steil, zum Teil über 30 Stufen auf einer Seite, teils Gras teils Schotter. Und selbst die Häschen finden hier ein zu Hause, haben sie sich auf der Gegenseite ihren Bau eingerichtet, so dass auch mal eines der Bewohner über den Steilhang hoppelte um zu schauen wie es steht. Das Flutlicht war auch was besonderes, zwar gewöhnungsbedürftig, aber orange-gelbes Flutlicht hat man auch nicht aller Tage.
Es ging gut los hier mit dem Spiel. Paar Minuten gespielt, zack Tor. Blöd nur, dass man es auf Grund der exzessiven Fotosession nicht gesehen hatte. Auch das bald folgende 2-0 wurde verpasst. Oje oje, jetzt aber mal auf Fußball konzentrieren. Ach komm, lieber noch paar Fotos. Schlimm genug, dass es am Ende um die 100 Fotos wurden, wobei wohl auf Grund der Dunkelheit bestimmt 80% aussortiert werden. Weitere Treffer wollten begutachtet werden, so dass es nach einer knappen halben Stunde bereits 4-0 stand, eigentlich eine klare Sache, aber der Gast aus Langenfeld konnte Ergebniskosmetik betreiben und tatsächlich kurz vor der Halbzeit noch auf 4-2 verkürzen. Das kann ja eine interessante zweite Halbzeit werden, dachten wir uns, aber hätten wir unsere Gedanken nicht daran verschwendet, wäre es diese auch geworden. So gab es dann zwar noch paar Torchancen, am Ende war der Halbzeitstand zugleich auch der Endstand, eigentlich schade, aber man kann nicht alles haben. Sind wir schon mal froh, dass dieser Ground noch existiert, das in diesem noch gekickt wird und dass man trotz M´gladbach-Heimspiel einfach mal das Spiel auf 17:30 Uhr ansetzt. Wunderbar, vielen Dank dafür.
Nach dem Schlusspfiff dann so langsam zum Auto getrottet, auf nach Hause. Kurz vor der Autobahn dann noch schnelles Essen beim gelben Riesen besorgt und ab ging es. An der Verbindung A3/A4 stand man dann erstmal schön im Stau, hatte ich zwar die 8km im Verkehrsfunk vernommen, dachte aber nicht daran, dass man ein kürzes Stück A3 fährt. Waren dann 3km, die wir standen, umgerechnet 25 Minuten hat uns dieser Spaß gekostet. Nun ja, es ging dann ja wieder vorwärts, die 45 war bald erreicht und diese dann ohne Probleme nach Hause getuckert. So war man dann kurz vor 23 Uhr wieder im Heimischen, zwei neue, sehr schöne Grounds gemacht, dafür aber auch ziemlich platt.

TuS Grevenbroich vs. VfB Solingen 2-1

Landesliga 2 Niederrhein
Schlossstadion
Zuschauer: 100

Nachdem man bereits im August schon mal hier war und es dem Wetter zum Opfer fiel (Woodytour berichtete), sollte es heute also einen zweiten Versuch geben, den Ground zu machen. Mit Can einen Mitstreiter gefunden, 10.30 Uhr in Langenselbold getroffen und dann ging die Fahrt auch los. Alles recht unspektakulär verlaufen, lediglich auf der Verbindung A4/A3 nahm man die falsche Einfahrt, so dass es zwar nicht zeitlich länger dauerte, aber paar Kilometer mehr geschrubbt wurden. Sei´s drum. Gegen 13.30 Uhr dann in Grevenbroich angekommen, Parkplatz vor dem Ground gefunden und erstmal Bestätigung geholt, ob Spiel stattfindet. Jawoll, heute wird gespielt. Sehr schön. Die restliche Zeit vertrödelten wir noch in der "Innenstadt", gab aber außer paar Geschäfte nix besonderes zu begutachten.
Einen 5er leichter im Geldbeutel, dafür eine nette Eintrittskarte schwerer wurde dann der Ground geentert. Tribüne auf der einen Seite war hier vorzufinden, daneben noch paar Stufen. Auf der gegenüberliegenden Seite dann nochmals paar Stufen, und in einer Kurve zwei Ministufen. Ist okay, hatte sich gelohnt.
Das Spiel begann und nach geschätzten 15 Sekunden klingelte es auch schon das erste Mal im Kasten der Gäste. Do legts di nieder, das ging flott. Die Serie hält, entspannt zurücklehnen und Fußball schauen. Tja, das war es dann aber auch schon vorerst. Zwar gab es paar Chancen hüben wie drüben, doch auf das spielerische wurde kein Wert gelegt, lieber mal auf dem Naturrasen bisschen rumwälzen. So verstrich dann die Zeit. Mit Verschwinden der Sonne, trat dann die Kälte so langsam zum Vorschein, aber muss man durch. Die zweite Halbzeit begann dann so wie schon die erste. Zwei Minuten sind gespielt, da klingelt es wieder im Kasten, die Führung ausgebaut, 2-0. Wer jetzt auf ein Stürmen der Gäste sich eingestellt hat, wurde enttäuscht, eher war der Gastgeber dem dritten Treffer näher als der Gast dem Anschlusstreffer. Erst als die Kälte unerträglich wurde und man sich bereits am Ausgang positionierte, konnte Solingen in der Nachspielzeit noch zum 2-1 verkürzen. Zu spät, denn wenige Sekunden später war hier Schluss. Zeit für uns aufzubrechen, hatten wir durch die ganzen Verletzungsunterbrechungen eh schon Zeit verloren und es wartete ja noch ein weiterer Kick auf uns.

Freitag, 19. November 2010

Rot-Weiß Olympia Alzey vs. VfL Neustadt 1-0

Landesliga Ost Südwest
Wartbergstadion
Zuschauer: 150

Geplant war eigentlich ein halbwegs holländisches Wochenende, mit Start in der 2.Liga am heutigen Tage, aber nach Programmverschiebung meinerseits konnte ich mich nicht mehr recht für den 2.Liga-Kick motivieren und suchte was anderes. Mit dem RWO Alzey was einigermaßen gescheites gefunden, nur das Wetter setzt noch ein Fragezeichen dahinter. Also per Mail mal angefragt und auch prompt die Antwort erhalten, dass auf dem Rasenplatz gekickt wird. Wunderbar. Mal die Stauschau begutachtet, aja, 3km Stau. Aber warum auch früher losfahren? So ging es dann gemütlich los, zwischendurch kam noch ein Stau auf der A3 hinzu, Navi zeigt 19:50 Uhr an, kurz gezuckt, aber passiert schon nix. Am Ende war dann weder auf der A3 noch auf der A60 noch Stau, so dass ich wunderbar durchkam und gegen 19 Uhr am Ground ankam.
Vor mir die Kunden beim Bezahlen keine Karte erhalten, also 4 Euro hingeblättert und nach Karten gefragt. Nee, haben sie nicht, aber ich könnt ein Programmheft mitnehmen. Danke schön, hätt ich auch so gemacht. Auch beim Nachfragen zu späterer Stunde sollte es für mich kein Erfolg geben. Nee nee. Dafür gab es dann aber eine sehr gute grobe Bratwurst für 2.20 Euro. Hier gab es zumindest eine Karte, wenn auch nur eine Speisekarte an der Wand. Ground is dann wenigstens einigermaßen akzeptabel, auf einer Seite paar Stufen, im unteren Bereich 3 Reihen Sitzbänke, im oberen vier Stehreihen. Passt schon.
Der 5. gegen den 2. sollte heute gegeneinander antreten, der Gastgeber vor kurzem mit einem Trainerwechsel, seitdem läuft es besser. Eine minimale Chance möchte man sich noch auf den zweiten Platz wahren, so muss aber heute ein Sieg her. Aber nun ja, viele Chancen ließen beide Abwehrreihen heute nicht zu. Zwar hatte Alzey zum Anfang des Spiels eine dicke Chance, im Laufe des Spiels ließen die Chancen aber auf sich warten. Auch der Gast aus Neustadt enttäuschte, meine mich nicht erinnern zu können, dass sie eine gute Chance hatten. Naja, ist ja auch egal, bin ja eher zweitrangig wegen Fußball da. Ein Tor fiel dann aber dennoch in der zweiten Halbzeit für den Gastgeber, was am Ende dann auch den Endstand bedeutete.

Mit dem Schlusspfiff dann raus, wollte ich hier schnell weg. Blöd nur, dass sich ein Bus vor die Ausfahrt gestellt hat und man ohne Risiko, evtl. den Hang runterzufahren, nicht vorbeikam. Also einmal anders herum, da ging es dann aber auch nicht weiter, wieder zurück. Der Busfahrer fuhr dann sein Gefährt ein Stück nach vorne und es ging los. Mal wieder nicht auf das Navi gehört, welches mich links schicken wollte, ich aber den gekommenen Weg fahren wollte. Naja, also fahr ich ganz normal, bis zur Autobahn. Vor der Autobahn dann Baustelle, Umleitung nach rechts. Gut fahren wir die mal. Die Umleitung führte einen dann tatsächlich einmal im Kreis und ich kam genau an der gleichen Stelle wieder raus. Sagenhaft. Irgendwann doch den Weg zur Autobahn gefunden und ab ging die Post. Ohne jegliche Probleme konnte man dann die Heimfahrt fortführen und nach einer knappen Stunde war dann auch wieder Schicht im Schacht. Zumindest für heute.

Mittwoch, 17. November 2010

SG Melbach vs. SKV Beienheim 1-2

Kreispokal Friedberg
Sportplatz am Bahnhof
Zuschauer: 35

Nach einem guten Wochenende in Bella Italia hatte mich also der triste Alltag wieder. Aber was heißt triste, Amateurfussball ist ja auch nix schlechtes. Alles bisschen langsamer, alles bisschen gemütlicher und bisschen weniger los. Aber da kommt der Kreispokalkick in Melbach, Ortsteil von Wölfersheim, gerade recht. Ein Platz mit Flutlicht & Naturrasen, kann also maximal ausfallen. So wurde dann im Vereinsheim angerufen, ajo klar wird gespielt. Feine Sache, also dick einpacken und losfahren. Das leidige Thema holte mich ein, zu spät wegfahren, so wurde es dann dank einer Sperrung bei Florstadt-Staden am Ende recht knapp, aber alles kein Thema, 19:27 Uhr geparkt, hatte ich am Ende dann sogar noch sechs Minuten Zeit, denn es wurde später angefangen. Top! Für die Leute, die per Navi zum Ground fahren wollen: Haingraben 26.
A-Ligist gegen Kreisoberligist, eigentlich eine klare Sache. Wobei, ist ja nur eine Liga Unterschied und Pokal hat seine eigenen Gesetze. So kam es dann auch, dass der A-Ligist von Melbach nach einer Ecke in Führung ging, nachdem der Torwart den Ball schon hatte, ihn dann aber wieder fallen los. Blöde Sache. Punkten konnten dann allerdings zwei Damen, die neben mir auf der Bank saßen. "War das jetzt schon wieder ein Tor? Das erste war doch auch ein Tor oder? Wie steht es denn?" "Nein, das erste war eine Ecke, aber das zweite war ein Tor, ja. Es steht 1:0". Das andere Mädchen auf der Bank begrüßte ein anderes Mädchen und verließ verlauten, dass ja hier nicht so viel los sei. Ist ja auch eine klare Sache, ist ja Fußball. Ääääähm. Ja! Wenn ein Versuch gestarten werden würde, ein Pferd mit einer Katze zu kreuzen, dann wären sicherlich mehr Zuschauer da! Egal, weiter gehts mit dem Fußball. Das Spiel war in der ersten Halbzeit recht ausgeglichen, der Gast aus Beienheim konnte dann ausgleichen, womit es dann in die Halbzeit ging. In der Halbzeit dann die übliche Sportplatzrunde gedreht, paar Fotos in der Dunkelheit versucht zu machen, naja, gelang so einigermaßen. Kann man aber sicherlich schon als Tribüne zählen, den Unterstand mit den vier Stufen. Zweite Hälfte begann und im Prinzip sah man keinen Klassenunterschied, der A-Ligist war sogar die bessere und aktivere Mannschaft. Ein Kopfball landete nur an der Latte, ein indirekter Freistoß im 16er ging am Tor vorbei. Ja das waren die großen Chancen. Und ist ja Pokal, bei Unentschieden nach 90 Minuten geht es in die Verlängerung. Muss aber nicht sein, dachte ich mir, die Füße waren mittlerweile schon kalt genug. Der Gast hatte dann ein Einsehen mit mir und drei Minuten vor Schluss gelang ihnen tatsächlich der Siegtreffer, wenn am Ende dann auch bisschen glücklich.

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