Sonntag, 16. August 2009

ETB Schwarz-Weiß Essen vs. SSG Bergisch Gladbach 1-4


NRW-Liga
Stadion Am Uhlenkrug
Attendance: 330 (15)

Eigentlich sollte es heute nach Berlin zur Zweeten von Hertha gehen, aber das konnte glücklicherweise abgewendet werden. Hintergrund: Am Vortag ging man davon aus, dass TeBe ganz normal im Mommsenstadion spielt und als man da war, wurde festgestellt, dass das Mommsenstadion als Trainingsplatz für die Leichtathletik-WM genutzt wird. Also gleich wieder heimgefahren. Nun war natürlich die Sicherheit auf ein Spiel am heutigen Tage im Amateurstadion gegen 0 gegangen, aber was tun ganz ohne Internet bei der Verwandtschaft im Ruhrgebiet? Nachts konnte glücklicherweise noch ein offenes WLAN-Netz gefunden werden und sich die Gewissheit holen, Amateurstadion ist nicht. Auf die schnelle dann halt ein Spiel in NRW gesucht und mit dem heutigen Kick gefunden. Peinlicher Anfängerfehler.

So ging es dann nach dem Mittagessen Richtung Bochum Hbf, wo schon einige VfL-Kunden rumliefen und ab mit dem Zug Richtung Essen Hbf. Hier dann die S-Bahn Richtung Essen-Stadtwald genutzt, wo ca. 5 Bergisch-Gladbach-„Fans“ anwesend waren. Den Ground dann recht einfach nach 15 Minuten Fußmarsch erreicht, 6 Euro geblecht und sich ein Schattenplätzchen gegönnt.

Eine nette Tribüne findet man hier bei Schwarz-Schwarz Essen, sowie einige Stufen um den Ground herum, lediglich die eine Hintertorseite ist von Grashügeln umgeben. Dürfte für die Regionalliga gerade so zugelassen werden, sollte Essen jemals aufsteigen.

Das Spiel war nicht unbedingt das Beste, was man zu sehen bekam, war aber für Oberligaverhältnisse okay. Beide Mannschaften bemüht, doch zunächst spielte nur Essen, ohne jedoch zwingende Torchancen zu erspielen. Dass dann der punktlose Tabellenletzte in Führung ging war überraschend und so ging es dann auch in die Pause. Kurz nach Wiederanpfiff dann das 0-2 und aufopferungsvoll kämpfende Essener suchte man vergebens. Zwar gelang noch der Anschlusstreffer, doch mit einem Doppelschlag konnte der Gast aus Bergisch Gladbach den 1-4 Endstand erzielen.

Nach dem Spiel dann wieder per Pedes Richtung Bahnhof, per S-Bahn zum Hbf nach Essen, dort noch bisschen gegammelt, ehe der Zug Richtung Heimat ging. Die Heimfahrt erfolgte ziemlich ereignislos, da man sich mit Schlafen beschäftigte. Klappte allerdings nicht so gut. Erst wurde man von der Schaffnerin geweckt zwecks Ticketkontrolle, dann bin ich noch mit dem Ellenbogen vom Fensterrahmen abgerutscht und unsanft aus dem Schlaf gerissen worden. Sei´s drum.

Freitag, 14. August 2009

SpVgg Erkenschwick vs. TuS Ennepetal 2-2

Verbandsliga 2 Westfalen
Stimbergstadion
Attendance: 500 (50)

Als guter Enkel muss man auch mal bei Oma auf dem Geburtstag vorbeischauen, so dass der Schlaf auf der Strecke blieb. Fußball sollte allerdings heute trotzdem mit mir stattfinden. Eigentlich war Düsseldorf II gegen Worms geplant, doch Dienstag abend dann gesehen, dass Erkenschwick im 20000er auch ein Heimspiel hat, was knapp 15 km von Herne entfernt ist. Einzigstes Problem, Erkenschwick hat kein Bahnhof und da ich mit dem Zug unterwegs war, musste man auf Hilfe von Schwesters Auto hoffen. Erstmal von Muddern früh morgens zum Bahnhof gebracht und ab ging es Richtung Herne. Gratulation, Essen, usw. Aber wen interessiert das schon in diesem Bericht.

Um es kurz zu fassen. Schwester gab mir ihr Auto und so wurde gegen 18.20 Uhr der Weg nach Oer-Erkenschwick auf sich genommen. Dummerweise die Hausnummer vom Stadion nicht gehabt, so nur Straße ins Navi eingegeben und dann erstmal gut rumgeirrt. Stadion von Außen zumindest nicht sichtbar. Nachdem es immer knapper wurde, kurz gehalten, Passanten gefragt, Hilfe erhalten, geparkt und Richtung Stadion. War man bereits davor. Sachen gibt’s.

Wieder einmal 6 Euro Eintritt bezahlt, als Gegenleistung Verbandskarte mit Vereinsaufdruck. Immerhin etwas. Dann den Ground betreten und was soll ich sagen? Einfach nur der Hammer. Riesiges Teil, natürlich für die Verbandsliga viel zu groß, aber die Zeiten der SpVgg Erkenschwick sind nunmal lange vorbei, spielten sie früher mal in der 2. Bundesliga. Überdachte Tribüne auf der kompletten Längsseite, umrundet von vielen Stufen. Auf der Gegenseite dann noch ein Teilstück mit Sitzbänken. Also absolut nett hier. Spiel begann und Erkenschwick dominierte sogleich das Geschehen. Der Aufsteiger aus Ennepetal kam nicht so richtig ins Spiel und somit auch die verdiente Führung für den Gastgeber. Mitten der ersten Halbzeit dann ein älterer Herr mich angequatscht, dass er Glück gehabt hat, heute noch ne Karte bekommen zu haben, wollte sich eine im Vorverkauf sichern, hat aber nicht geklappt. Sehr sehr lustig, aber lassen wir ihm mal den Spaß. Dann noch kurz über „seinen“ Verein VfB Hüls geredet, dass das Jahnstadion früher mal von 40000 Zuschauern besucht wurde und Hüls auch Amateurmeister irgendwann in den 60er war. Jahnstadion in Marl heute aber nicht mehr in Benutzung, muss wohl ein netter Ground sein. Zweite Halbzeit versuchte Erkenschwick weiter das Spiel zu machen, überließ dann aber irgendwann dem Gast das Feld und verlagerte sich aufs Kontern. Folgerichtig und dann verdient auch der Ausgleich. Erkenschwick nun wieder mit mir Druck, harte Flanke von links, der Ball fliegt an den Arm vom Abwehrspieler, Elfmeter. Ob berechtigt oder nicht möchte ich jetzt mal nicht beurteilen. Elfmeter versenkt und somit wieder unverdient in Führung gegangen. Die Supporters Erkenschwick auf der Haupttribüne mittels Trommel begleitet, skandierten mittlerweile schon „Spitzenreiter hey hey“, im Laufe des Spiels wurde auch ab und zu mal ein „Erk-Erk-Erkenschwick“ oder „shalala Oh Erkenschwick“ angestimmt, war aber nix besonderes. Für Verbandsliga aber recht okay. Auch die Beflaggung von 4 Zaunfahnen war recht nett. Gäste zunächst nicht bemerkt, erst nach einer Chance mal bisschen Klatschen, ansonsten kam im Spiel über nix. Schiri zeigt dann 2min Nachspielzeit an, es laufen die letzten Sekunden, nochmal Freistoß für Ennepetal, Kopfball, der Ball wird länger und länger und senkt sich ins lange Eck. Ausgleich ca. 90+3. Danach war Schluss. Die Fans von Erkenschwick beschimpften den Schiri mit „Schiedsrichter Arschlöcher!“ (Sinn???) und ca. 50 Gäste fingen nun auch kurz an zu singen und gaben einen Konter mit „Spitzenreiter Spitzenreiter hahaha“. Sehr nett. Für einen Tag kann sich Erkenschwick aber zumindest als Spitzenreiter titulieren.

Nach dem Spiel nochmal kurz gewartet, ein Banner sah bisschen nach Pyro aus (komplett schwarz und in weißer Schrift was drauf), wurde dann aber abgehängt, somit auch kein Pyro. Schade. Für mich ging es dann mit dem Auto wieder direkt nach Herne, wo noch bisschen „gefeiert“ wurde.


Donnerstag, 13. August 2009

Concordia Britz vs. VfB Hermsdorf 0-1

Berlin-Liga
Stadion Am Buschkrug
Attendance: 100 (5)

Nach Übernachtung und ausreichender Ernährung ging es gegen 13 Uhr Richtung Bochum Hbf mit dem Ziel Berlin Ostbahnhof. Leichte Verspätung gehabt, Zug eingestiegen und das typische getan. Gelesen und Musik gehört. Auf der Hinfahrt noch überlegt, anstatt über Hamburg direkt mit dem Nachtzug heimzufahren, wurde die Platzreservierung dann in Berlin getätigt. Soweit so gut. S-Bahn in Berlin macht auch Spaß, also erstmal rein, dann raus, wieder rein und Neukölln raus. Nun gut 25 Minuten zum Ground gelaufen, den erstmal von außen umrundet und ein Tor gefunden, wo man locker dank Stromkasten drübergekommen wäre. Ich unterstütze aber gerne die kleinen Vereine und so wurde dann doch geschluckt, als man 6 Euro für eine Kinokarte haben wollte. Versuch für lau ins Stadion zu gelangen klappte nicht, wollte die Kassiererin mir nicht glauben, dass ich U14 bin.

Ground selber schnell beschrieben. Auf einer Seite ca. 11-12 Stufen auf ¾ der Seite, angrenzend das Vereinsheim. Ansonsten weiter Rund mit Flutlicht und Kunstrasen. Und wie sagte mal ein weiser Mann, ich meine Amaschu wäre es gewesen, auf Kunstrasen fallen immer Tore. Dank dieser These hatte ich mir keine Sorgen gemacht und so mir erstmal nen Platz auf ner Bank gesichert und Fanzine gelesen. Die Ameisen am Boden nervten mich allerdings, so dass ich die nächste Bank aufsuchte. Hier das gleiche, also runter auf die Stufen. Besser wurde es nicht, schnell gesagt, auch hier waren diese Mistviecher, die einem das Bein hochkrabbeln. Für eine Frau vielleicht ganz schön, für mich allerdings nervig.

Spiel war unter aller Sau, Tor für den Gast nach einer Ecke. Somit blieb die These bestehen, auf Kunstrasen fallen immer Tore. Noch eine Ampelkarte für Britz begutachtet und das wars dann auch schon an Fußballleckereien für diesen Abend. Die Ameisen waren die meiste Zeit doch interessanter als das Spiel. Egal.

Nach dem Spiel zurück zur S-Bahn Station in 20 Minuten gelaufen. Irgendwie geht der Rückweg immer schneller als der Hinfahrt. Zufall? Auf jeden Fall kam dann gleich die S-Bahn und wenig später war ich am Südkreuz, wo mein Nachtzug fahren sollte. Goldenes M noch besucht und festgestellt, dass hier noch die Billigburger für einen Euro zu haben sind (siehe Erlangen-Bericht). Entweder sind sie in Berlin noch nicht so weit oder in Nürnberg wird einfach mal ein Aufschlag genommen. Ein weiterer Test im Westen der Republik folgt. Nun die restliche Zeit mit Lesen verbracht, kam alsbald der Nachtzug, Platz gesucht und gefunden und weitergelesen, da noch Licht an. Irgendwann ging das Licht aus, ich nutzte die Notweglampe für weiteres Licht zum Lesen, wurde aber irgendwann zu stressig und so wurde versucht zu pennen. Sitz gequietscht wie Sau, pennen kaum möglich, auch Angst zu verpennen. Somit ca. eine Stunde geschlafen, restliche Zeit wachgelegen. In Frankfurt-Süd dann raus, erstmal verwirrt durch den Bahnhof gelaufen und dann beschlossen, Bahnsteig zu begehen und den Rest vom Dünnpfiffbladdl zu lesen. Nach kurzer Zeit ein heftiges Husten und Rotzen auf der Treppe. Kommt ein besoffener hoch und setzt sich erstmal zu mir. Erzählt mir irgendwas, er wohnt in Büdingen und hat 6 Jahre in Paris gelebt. Aha, sehr interessant. Nebenbei noch ne Flasche Rose aus der Tasche geholt. Das kultige von dem Herrn kam aber noch: „Monsieur! Gute Reise!“ wiederholte er immer wieder, wobei er dann zunächst mir das Victory-Zeichen zeigte und dann den Zeigefinger auf den Mund legte und mit einem Psssst von vorne begann. Hammer. Zug kam, nach gut 25 Minuten wieder in Langenselbold und alsbald daheim. An Schlaf war allerdings nicht zu denken.


Mittwoch, 12. August 2009

Arminia Bielefeld II vs. SG Wattenscheid 4-2

NRW-Liga
Stadion Rußheide
Attendance: 210 (25)

Um den Deutschland-Pass weiterhin auszunutzen suchte ich mir für den heutigen Mittwoch ein Spiel, welches bisschen weiter weg liegt. Die NRW-Liga bot sich da schon sehr gut an. Spiele im Ruhrgebiet sind immer mal zu machen, dank Verwandtschaft dort, so dass ich mich für das Spiel der Amateure von Arminia Bielefeld gegen den Traditionsclub SG Wattenscheid entschied. Zugplan gecheckt, wie es mit Heimfahrt bei Anstoß 19 Uhr aussieht, leider negativ, so wurde Schlafplatz in Bochum klargemacht und ab geht er.

Um 14 Uhr sollte mich der Weg widerum von Langenselbold zunächst nach Frankfurt und von dort nach Hannover führen. Da man heute alleine unterwegs war, wurde die Zeit mit Musik hören und Dünnpfiffbladdl Teil 2 (Dank an Micha für die Leihe) verbracht. Lediglich die Dame hinter mir nervte dabei ein bisschen, da man doch Angst haben musste, sie hat die Schweinegrippe (dem Husten nach zu urteilen). Somit schnell in Hannover umgestiegen und Richtung Bielefeld. In Bielefeld angekommen sollte es natürlich regnen. Regenjacke aus Platzgründen daheim gelassen, musste halt der Pulli an das Regenwasser glauben. Doch irgendwie gefällt mir Bielefeld gar nicht. Hässliche Stadt. Fußball schauen und schnell wieder weg hier. Nun sollte aber erstmal der Ground aufgesucht werden, was nicht sonderlich schwer ist, allerdings gut 30 Minuten Laufzeit mit sich bringt. 6 Euro ärmer den Ground dann betreten, Platz auf der Tribüne genommen (war lediglich geöffnet) und schon sollte es losgehen. Der Nachwuchs in Halbzeit eins tonangebend und verdient mit 3:0 zur Halbzeit in Führung. Alle drei Tore übrigens per Kopf nach einem Eckball. Sehr schwache Leistung liebe SGW. In der 2. Halbzeit sollte dann der Gast aus dem Bochumer Stadtteil Wattenscheid besser ins Spiel kommen und kam so zunächst zum Anschlusstreffer und konnte wenig später noch auf 3:2 verkürzen. Alles anrennen half aber nicht. Nachdem Bielefeld noch zweimal Aluminium traf, konnte kurz vor Galgenfrist der Endstand per Handelfmeter erzielt werden.

Fantechnisch wurde heute nicht viel erwartet und man wurde auch nicht enttäuscht bzw. überrascht. Zwar paar Jungsche auf Bielefelder Seite, die aber lediglich das Spiel betrachteten genauso wie wohl einigeEltern der Spieler. Die Gäste, mit gut 20-25 Mann angereist, konnten suppporttechnisch zwar das Duell gewinnen, aber nur, weil auf Heimseite nix gesungen wurde. Nach guten Szenen ihrer Mannschaft kam mal ein „WAT-WAT-WATTENSCHEID!“, das war es aber auch. Und auch wenn die Szene in Wattenscheid nie besonders viel Potenzial hatte, war das enttäuschend. Aber egal.

Den größten Schwachsinn durfte ich allerdings auch noch kurz vor Ende des Spiels erleben. Ich wollte in die Kurve um paar Fotos zu machen, hinter der Tribüne konnte man allerdings nicht lang, da die Spieler dort vor, in der Halbzeit und nach dem Spiel lang gingen. So wurde es mit kleinen Bauzäunen abgegrenzt. Ich bin dann während des Spiels! zum Ordner hin, ob ich kurz durch kann, paar Fotos machen. Nein, er dürfe mich nicht durchlassen, ich soll die Tribüne runter gehen und unten lang. Sinn? Dann halt auf diesem Weg. Allerdings durfte ich auch nur bis zur Mitte der Kurve, da ein weiterer Ordner, hinter dem Tor stehend, nicht wollte das ich weiter gehe. Naja, egal. Ich ging langsam wieder zurück, der Schiri pfiff das Spiel ab und nun wollte ich oben lang. Der Ordner meinte aber widerum, ich solle untenrum gehen. Was ein Schwachsinn. Dazu kann ich nur sagen „Ostwestfalen, Idioten, Scheiss …“. Nach dem Spiel die Beine in die Hand genommen, gut 25 Minuten zum Hbf gebraucht, Zug fuhr auch alsbald und kurz nach Elf hatte ich meinen Schlafplatz in Bochum erreicht.


Free Blog Counter