Stade de la Fontenette
Zuschauer: 328
Dieses bzw. schon letztes Jahr bot ein Discounter mal wieder Zugtickets zum Schnäppchenpreis an, und wer auch immer Schuld ist, nach der ÖBB-Aktion im letzten Jahr, sollte es diesmal auch möglich sein, in die Schweiz zu fahren. Für mich jetzt nicht unbedingt ein Muss, habe ich den Länderpunkt schon vor paar Jahren gemacht, aber die Quote kann man dennoch auffrischen. Und da für dieses Wochenende gar nix geplant war, folgte man einfach mal den Plänen von Can, lediglich die Hotelreservierung durfte ich übernehmen. War zunächst aber ein Problem, da irgendeine sinnlose Automesse in Genf stattfinden sollte und die billigen Hotels somit schon ausverkauft waren. Dann einen Tag zu lang gewartet, nächstes Hotel weg, bleibt also nur noch ein nettes Hotel in der Nähe. Soweit so gut.
Was kann man hier heute auf dem Rasen erwarten? Schwer zu sagen, lassen wir uns einfach mal überraschen. Bereits nach 2 Minuten war meine Meinung, dass dies heut ein torloses Match wird und ich hätte auch fast recht behalten. War schon ziemlich grottig, was da abgeliefert wurde. Torchancen eigentlich in Halbzeit eins ziemliche Mangelware. Und auf den Rängen? Rein geografisch gesehen war der heutige Kick sicherlich ein Derby, doch Derbystimmung? Sieht sicherlich anders aus. Ob überhaupt Gäste da waren? Schwer zu sagen. Naja, gut, nehmen es mal so hin, am Ende dann gut 300 Zuschauer, die Durchsage könnte 308 gelautet haben, wenn wir das Französische richtig verstanden haben. Für uns allerdings unverständlich wie manch einer sich ins Stadion verläuft, erstmal sein Buffet aufbaut und dann während des Spiels Zeitung liest!? Bei der Kälte bleib ich dann doch lieber mit dem Arsch in der warmen Bude, wenn ich Zeitung lesen will oder nicht? Kunden gibts. In der Halbzeit dann die gewohnte Stadionrunde gegangen, hier geht sowas noch. Dritte Liga und alles offen. Wunderbar. Es lebe der Amateurfußball. Wie oben schon geschrieben, noch paar Tickets eingesammelt, noch das ein oder andere Foto gemacht und dann ging es mit leichter Verspätung wieder zurück auf die Tribüne. Hier wurde dann die zweite Halbzeit frierend ausgeharrt, mächtig kalt wurde es jetzt. Warum muss auch dieser miese, kalte Wind immer rumblasen, kann er das nicht den Frauen überlassen? Nanana, sowas aber auch. Mittlerweile gefühlte Minusgrade, auf dem Rasen dann aber doch noch ein Pluseffekt, nämlich das 1-0. Super, ole ole. Ich habe ja gerne mal unrecht. Die letzten Minuten wurden auch noch rumgebracht und dann ging es wieder per Pedes retour zum Bahnhof.
Für 6.30 Franken dann mittels Unireso-Ticket nach Coppet gebucht, die bessere Straßenbahn kam dann auch, mit Endstation Coppet. Schon schön mit Zügen zu fahren, die keine Verspätung haben, wird jetzt auch langsam Zeit für das Hotel, war ich mittlerweile, wohl auch durch die Kälte, ziemlich müde geworden. Angekommen, vor dem Bahnhof steht schon der Bus, perfekt, doch dies ist nicht der Bus zu unserem Ort, wo das Hotel gebaut wurde, sondern die andere Richtung. Ist vor einer Stunde abgefahren. Aber wir sollen schnell machen und den anfahrenden Zug nach Nyon nehmen und von dort mit dem Bus zum besagten Ort fahren. Neee, kein Bock, was jetzt? Einen Fahrplan erhielten wir immerhin vom Busfahrer, reingeschaut, letzter Bus 21.36h, also gut eine Stunde warten. Oje, na gut, was bleibt uns anderes übrig. Erfreulich war dann zumindest der beheizte Warteraum, doch diese Wärme stieg wohl auch in meinen Kopf, denn fortan hatte ich meine Phase, meckerte pausenlos über dies und jenen, kurz vor dem Ausrasten gestanden, mich dann aber doch wieder glücklicherweise gefangen. Can meinte nur, das hätte sowas in der Art von einer Gummizelle. Ja mag schon sein, wenn man kein Bock mehr hat und einfach nur ins Hotel möchte. Klappte dann auch die besagte Stunde später. Der Bus kam, kleines Problem nur, unser Ticket ist nur für 2 Stunden gültig und würde eine Station vorher abgelaufen sein, gejuckt hat es aber niemanden, so dass wir dann letztendlich die letzte Station schwarz gefahren sind. Wenn man es genau nimmt, waren wir aber noch in der 2h-Frist, haben nur das Ticket paar Minuten zu früh gelöst. Das Hotel wurde dann gefunden, eingecheckt und ab ins Zimmer. Ja, sieht schon gut aus, Can hatte auch nix zu meckern, die Heizung lief, das Fenster war zu, das TV-Gerät groß genug (Woodytour berichtete aus Motherwell). Doch dann fand er doch wieder was zum Meckern, die Fernbedienung funktioniert nicht richtig. Ja meine Güte, als ob es nix schlimmeres geben würde. Für mich persönlich ist das ja schon ein Angriff auf meine Hotelplanung, wenn vielleicht auch nicht ganz ernst gemeint. Ich muss mir da mal Gedanken machen, wie ich dieses Problem in Zukunft löse. Am besten, ich habe immer eine Universalfernbedienung im Rucksack samt Ersatzbatterien, damit mir das Gemeckere erspart bleibt. War dann aber kurze Zeit später auch schon wieder ruhig, noch bisschen TV geschaut, erst sinnlosen deutschen TV-Quatsch, dann folgte noch bisschen Eishockey aus der Schweiz sowie eine Analyse des Premier League Spieltages auf BBC. Doch die Augen waren einfach zu schwer, alles fiel zu anstrengend, so dass es dann in die verdiente Nachtruhe ging.
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